Unglück vor Langeoog

Havariekommando erhebt schwere Vorwürfe gegen "Glory Amsterdam"-Kapitän

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Frachter "Glory Amsterdam" vor Langeoog

Hannover - Nach der Havarie des Frachters "Glory Amsterdam" in einem Herbststurm vor Langeoog hat das Havariekommando schwere Vorwürfe gegen den Kapitän erhoben.

Dieser habe widersprüchliche Angaben zur Manövrier- und Fahrtüchtigkeit des Schiffes gemacht und Schleppversuche mit seiner Mannschaft nicht optimal unterstützt, sagte der Leiter des Havariekommandos, Hans-Werner Monsees, am Dienstag im Unterausschuss für Häfen und Schifffahrt des Landtags. "Wir haben uns gesagt, irgendetwas ist da nicht in Ordnung auf dem Schiff." Entweder sei der Kapitän nicht ehrlich gewesen bei seiner Kommunikation mit den Behörden oder er habe die Lage nicht in den Griff bekommen. Deswegen werde gegen den Kapitän auch ermittelt.

Die "Glory Amsterdam" hatte sich während eines Herbststurms von ihrem Ankerplatz losgerissen und war rund zwei Kilometer vor Langeoog auf einer Sandbank gestrandet. Sie konnte erst Tage später nach Wilhelmshaven geschleppt werden.

dpa

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