Cuxhaven

Bund und Länder bauen Havariekommando um

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Der Notfall-Hochseeschlepper "Nordic" und das Mehrzweckschiff "Neuwerk" löschen den brennenden Frachter "Purple Beach" in der Nordsee bei Helgoland. (Archivbild)

Cuxhaven - Bei Notfällen auf See hat das Havariekommando den Hut auf. Die Einsatzkräfte sollen künftig effektiver eingesetzt werden. Das betrifft auch die Berufsfeuerwehren.

Das Cuxhavener Havariekommando zur Bekämpfung von Schiffsunfällen auf Nord- und Ostsee steht vor einem Umbau. Die Konzepte zur Schiffsbrandbekämpfung, Verletztenversorgung und zur technischen Hilfeleistung sollten neu ausgerichtet werden, sagte der Leiter des Havariekommandos, Hans-Werner Monsees. Er bestätigte einen Bericht des „Flensburger Tageblatt“ (Dienstagausgabe), wonach die Einsatzpläne für Berufsfeuerwehren an den Standorten Emden, Bremen, Flensburg, Wismar und Stralsund überprüft werden.

„Das ist kein Sparkonzept“, versicherte Monsees. Vielmehr hätten Experten aus dem Bund und den fünf Küstenländern Erfahrungen aus früheren Einsätzen aufgearbeitet, um das Kommando künftig besser aufzustellen. Dazu gehörten die weitere Spezialisierung und Ausbildung der Feuerwehr und eine bessere Ausrüstung. „Die Mittel, die wir haben, werden nicht gekürzt, wir wollen sie nur besser und effektiver einsetzen.“

Hans-Werner Monsees

„Vor allem aber wollen wir schneller am Einsatzort sein und dorthin mit Hubschraubern fliegen“, sagte Monsees. So könnten in den kommenden Jahren drei fest planbare Hubschrauber bei der Bundespolizei-Fliegerstaffel in Fuhlendorf bei Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) bereit stehen, um Spezialisten zu Brandherden auf See zu bringen. Monsees rechnet 2017 mit der Einführung der ersten Maschine für die maritime Notfallvorsorge.

Das Havariekommando arbeitet seit 2003 als gemeinsame Einrichtung von Bund und Küstenländern. Bei größeren Schiffshavarien oder Schadstoffunfällen bündelt das Kommando alle Einsatzkräfte sämtlicher Behörden an der Küste. Bei Übungen für den Ernstfall proben die Helfer regelmäßig das Zusammenspiel von Radar- und Luftüberwachung, Lotseneinsatz sowie Notschleppern und speziellen Ölbekämpfungsschiffen.

dpa

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