Einsatz der Spezialeinsatzkräfte 

Nach Terroranschlag in Wien: GSG 9 durchsucht Wohnung in Osnabrück

Acht Monate nach dem Terroranschlag in Wien mit vier Toten wurden nun die Wohnungen von mutmaßlichen Mitwissern der Tat durchsucht.

Osnabrück – Der Terroranschlag in Wien zieht Kreise bis nach Niedersachsen und Hessen. Rund acht Monate nach der Tat hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch, 7. Juli die Wohnungen von zwei mutmaßlichen Mitwissern in Osnabrück und in Kassel durch Spezialeinsatzkräfte der Bundespolizei (GSG 9) und Beamte des Bundeskriminalamtes durchsuchen lassen.

Der Tatvorwurf lautet „Nichtanzeige geplanter Straftaten“. Die beiden jungen Männer waren bereits kurz nach dem Attentat auf das Radar der Ermittler geraten. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit.

StadtWien
Einwohner1,897 Millionen
Bevölkerung im Großraum2,6 Millionen
Fläche414,6 km²

Demnach haben die Ermittler inzwischen Hinweise darauf, dass die beiden Männer seit einem Besuch bei dem späteren Attentäter im Juli 2020 von dessen Absichten wussten. So hätten sie am Tag des Anschlags schon vor Beginn angefangen, auf ihren Handys und in sozialen Netzwerken ihre Kommunikation mit dem Attentäter zu löschen.

Ein Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hatte am 2. November in der österreichischen Hauptstadt 4 Menschen getötet und mehr als 20 Menschen zum Teil schwer verletzt, bevor er selbst durch Polizeischüsse starb.

Hausdurchsuchung nach Terroranschlag in Wien: Verdächtigte übernachteten beim Täter

Inzwischen haben die Ermittler konkretere Anhaltspunkte: Beide Männer hatten - wie schon im November bekannt wurde - im Juli 2020 den späteren Attentäter in Wien besucht und auch bei ihm übernachtet. Nun teilte die Bundesanwaltschaft mit, dass der Attentäter kurz vorher das später genutzte Schnellfeuergewehr gekauft habe.

Es habe damals Treffen mit anderen Islamisten aus Österreich und der Schweiz gegeben, das DNA-Profil einzelner Teilnehmer habe später auf den bei dem Anschlag verwendeten Waffen und auf dem IS-Siegelring nachgewiesen werden können, den der Attentäter bei der Tat getragen hatte.

Polizisten stehen am Tatort in Wien. Nun soll diese Tat noch weiter aufgeklärt werden.

Die Ermittler folgern daraus, dass die beiden Männer es seit diesem Besuch „zumindest für möglich“ hielten, dass der spätere Attentäter seine Absichten in die Tat umsetzen würde.

„Dies nahmen die Beschuldigten billigend in Kauf, ohne diese Anschlagspläne - wie es das Gesetz bei solchen Taten verlangt - bei den zuständigen Behörden anzuzeigen.“ * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa

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