Straßenkontrollen

Wochenende und viel Schnee im Harz: „Bleiben Sie zu Hause“

Schneefall bestimmt das Wetter am Wochenende in Niedersachsen. Im Harz könnte es darum erneut zu Menschenansammlungen kommen. Die Akteure dort sind gewarnt und warnen ihrerseits Tagestouristen.

  • Neuschnee im Harz lockt vermutlich wieder viele Tagestouristen an.
  • Polizei und Kommunen bereiten sich auf Zeugnisferien-Wochenende vor.
  • Tourismusverband warnt: „Es ist nichts geöffnet, keine Gaststätte, keine Toilettenanlage.“

Update vom 12. Februar, 15.50 Uhr: Ausflüge in den Harz werden dieses Wochenende durch Straßensperrungen und Kontrollen erschwert. Die Stadt Goslar riegelt die Zufahrten nach Hahnenklee ab, wie es am Freitag hieß. Wegen der Schneemassen seien die Parkplätze entlang der Straßen nicht befahrbar. Allein Anwohnern bliebe die Durchfahrt erlaubt. Zudem sollen städtische Mitarbeiter, Feuerwehr- und andere Einsatzkräfte nicht in Hahnenklee gebunden sein, um dort die Einhaltung der Corona-Maßnahmen an den Rodelhängen zu kontrollieren, den Verkehr zu regeln oder steckengebliebene Fahrzeuge zu bergen. Jede verfügbare Kraft werde für die weitere Schneeräumung gebraucht.

Auch im Oberharz müssen sich Besucher auf Kontrollen von Polizei und Ordnungskräften einstellen. Die Behörden werden erneut mit einem Großaufgebot vor Ort sein, wie es vom Landkreis Goslar hieß. Neben der gezielten Lenkung des Reiseverkehrs werde auch die Einhaltung der Corona-Regeln überprüft. „Größere Menschenansammlungen, wie wir sie auf Torfhaus oder an anderen beliebten Ausflugszielen im Oberharz erlebt haben“, seien zu vermeiden, sagte Landrat Thomas Brych (SPD).

Update vom 12. Februar, 13.30 Uhr: Der Harz wird vermutlich auch am kommenden Wochenende wieder viele Gäste anlocken. Der Harzer Tourismusverband teilt mit: Nach den heftigen Schneefällen haben die Räumung und Verkehrssicherung der Straßen oberste Priorität. Daher wird die Mehrheit der Wald- und Wanderparkplätze nicht oder nur teilweise geräumt. Entsprechend verknappt sind die Parkmöglichkeiten vor Ort. Die tatsächlich verfügbaren Parkplätze im Oberharz sind meist am frühen Vormittag ausgelastet.

Des Weiteren sind Seilbahnen, Ski- und Rodellifte sowie Hotels, Gaststätten und Cafés weiterhin geschlossen sind. Es gibt keine Einkehr- oder Aufwärmmöglichkeiten. Weiterhin besteht durch die Schneelast die Gefahr von abbrechenden Ästen.

Update vom 30. Januar: Angesichts des Winterwetters stellt sich die Harzregion in Niedersachsen an diesem Wochenende erneut auf viele Schnee-Ausflügler ein. Polizei und Ordnungskräfte kündigten an, an besonders beliebten Orten im Oberharz verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Der Landkreis Goslar verwies mit Blick auf die Winter- beziehungsweise Zeugnisferien darauf, dass die Vermietung von Ferienwohnungen verboten sei.

Landrat Thomas Brych (SPD) mahnte die Menschen, auf Besuche zu verzichten. „Der Lockdown hat weiterhin Bestand, es gibt keinerlei Lockerungen und die Situation ist dieselbe wie vor drei Wochen. Deshalb ergeht weiterhin unsere gemeinsame Bitte, bleiben Sie zu Hause.“

Der Harzer Tourismusverband erneuerte seinen Appell, „einen Ausflug in den Harz genau abzuwägen und verantwortlich zu handeln“. Die Frage sei, ob es ein paar wenige Stunden im Schnee wert seien, eine mitunter stundenlange Anreise, kilometerlange Staus vor Ort und eine nahezu aussichtslose Parkplatzsuche auf sich zu nehmen. (dpa)

Update vom 29. Januar: Dieses Wochenende dürfte in weiten Teilen Niedersachsens mit viel Neuschnee beginnen: Vor allem nördlich einer Linie von Ostfriesland bis Braunschweig fällt der reichliche Niederschlag durchweg als Schnee, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mit. Örtlich kann demzufolge bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen. Es herrscht Unwettergefahr, auf den Straßen gibt es gebietsweise gefrierenden Regen.

Am Wochenende wird in Niedersachsen mit viel Schnee gerechnet.

Unterdessen richten sich die Polizei und Kommunen im Harz auf das Zeugnisferien-Wochenende ein, an dem in früheren Jahren viele Menschen für einen Kurzurlaub in die Region kamen. Der Landkreis Goslar, die Polizei und die drei Städte Braunlage, Goslar und Clausthal-Zellerfeld appellierten an die Bevölkerung, nicht in den Harz zu kommen. Die schon an den vergangenen Wochenenden vorgenommenen Corona- und Verkehrskontrollen werden fortgesetzt.

Sie verstehe zwar den Wunsch, in die Natur zu fahren und den Schnee zu erleben, sagte die Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes, Carola Schmidt. „Man muss aber auch sagen: Es ist nichts geöffnet, keine Gaststätte und keine Toilettenanlage.“ Gerade Familien mit kleinen Kindern sollten sich überlegen, in den Harz zu fahren, denn Möglichkeiten, sich aufzuwärmen oder irgendwo einzukehren, gebe es nicht. Wer unbedingt kommen wolle, solle sich unbedingt an das Abstands- und Maskengebot halten. Größere Ansammlungen sollten die Gäste vermeiden. „Der Harz ist groß genug, es müssen nicht alle über die Bundesstraße 4 nach Torfhaus fahren.“

Auf Ausflüge in den Harz solle generell verzichtet werden, so Landrat Thomas Brych (SPD). „Der Lockdown hat weiterhin Bestand, es gibt keinerlei Lockerungen und die Situation ist dieselbe wie vor drei Wochen.“ (dpa)

Update vom 17. Januar: Nach teilweise chaotischen Zuständen in Niedersachsens verschneiten Ausflugsgebieten an den vergangenen Wochenenden, blieb die Lage am Sonntag zunächst entspannt. „Wir haben normalen touristischen Winterverkehr, es ist bei Weitem nicht mehr so schlimm wie vor zwei Wochen“, sagte ein Sprecher der Polizei Goslar. Demnach kam es zu keinem Verkehrschaos auf den Straßen. Die kleineren Besucherparkplätze seien zwar gefüllt, auf den großen Parkplätzen in Torfhaus und Braunlage gebe es aber sogar noch Kapazitäten.

Wirkt die Polizei-Präsenz? An diesem Wochenende ist der Besucherandrang deutlich geringer als in der vergangenen Woche.

Im Landkreis Holzminden waren die größten und am stärksten besuchten Rodelhänge wegen der Corona-Pandemie weiterhin gesperrt. Im Solling blieb es am Sonntagvormittag zunächst ebenfalls relativ ruhig, wie ein Polizeisprecher aus Holzminden sagte. Möglicherweise nehme der Besucherverkehr am Nachmittag noch zu. Die Ausflügler hatten aber am Samstag schon gezeigt, dass die Menschen Abstände gut einhalten können.

Tagestouristen in Niedersachsen: Polizei im Harz wappnet sich für Besucheransturm

Update vom 16. Januar: Polizei und Ordnungskräfte im Harz wappnen sich mit einem Großaufgebot für einen möglichen Besucherandrang am Samstag und Sonntag. Nach den Erfahrungen vom vergangenen Wochenende habe man hinsichtlich der Maskenpflicht auf den Rodelhängen nachgebessert, teilte der Landkreis Goslar mit. Die Hänge, auf denen diese Pflicht gilt, seien nun konkret in der Allgemeinverfügung aufgelistet. Die Beamten sollen dort verstärkt die Einhaltung der Regeln kontrollieren und Falschparker entlang der Landstraßen abschleppen lassen.

Besucherandrang und zum Teil chaotische Zustände auf den Straßen hatten im Harz zuletzt immer wieder für Aufsehen gesorgt. Auch vergangenes Wochenende reisten viele Menschen in das verschneite Mittelgebirge, doch die Besucher verteilten sich nach Angaben der Polizei besser in der Region.

Polizei und Ordnungskräfte im Harz wappnen sich mit einem Großaufgebot für einen möglichen Besucherandrang auch an diesem Wochenende.

Ordnungskräfte und Polizei schleppten nur in wenigen Fällen Autos ab oder sperrten Zufahrten. Vor diesem Wochenende appellierte Goslars Landrat Thomas Brych erneut, Besuche zu unterlassen: „Ausflüge zu touristischen Zwecken haben in der aktuellen Situation keinen Platz und sind auch nicht im Sinne des bestehenden Lockdowns.“ Der Nationalpark Harz stellte auch das Spuren der Langlauf-Loipen ein, um nicht zusätzlich Menschen anzulocken.

Wegen der Corona-Pandemie bleiben Wintersport oder Ausflüge auf beliebten Routen in vielen Gegenden Deutschlands auch an diesem Wochenende verboten. Dort, wo Skifahren und Rodeln erlaubt sind, gelten strenge Vorschriften - und es gibt Kontrollen. „Der Nationalpark Harz hat das Spuren der Loipen eingestellt, weil das möglicherweise Leute anlocken könnte“, sagte Maximilian Strache, Sprecher des Landkreises Goslar. Der Harz sei derzeit ein „Winter Wonderland“, das zu viele Ausflügler anziehe. Polizei und Ordnungskräfte kontrollierten verstärkt die Einhaltung der Maskenpflicht auf Rodelhängen und Parkplätzen und ließen Falschparker entlang der Landstraßen abschleppen.

Update vom 10. Januar: Wintersport im Harz: Auf Bilder mit kilometerlangen Staus, überfüllten Parkplätzen und zugeparkten Wegen des vergangenen Wochenendes folgten unter der Woche eindringliche Appelle, nicht in den Harz zu fahren. Es sei zu gefährlich, hieß es etwa von der Polizei, Bürgermeistern, der Nationalparkverwaltung und dem Harzer Tourismusverband. Gefährlich wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus und wegen der großen Schneelast auf den Bäumen, deren Äste abzubrechen drohen. Zwar hatten sich am Samstag wieder viele Ausflügler in den tief verschneiten Oberharz aufgemacht, um zu rodeln oder Winterwanderungen zu machen, aber das große Chaos wiederholte sich nicht. Polizei und Ordnungsbehörden waren präsent - und achteten unter anderem auf genügend Abstand unter den Gästen.

Schnee satt im Harz - Großes Chaos bleibt trotz vieler Besucher aus

„Nach dem vergangenen Extremwochenende kann ich sagen, dass die Appelle gewirkt haben. Aktuell kommen zwar Besucher, aber es ist viel entspannter“, sagte Andreas Meling, Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH. Schierke ist ein Ortsteil der Stadt Wernigerode und in Winterzeiten einer der beliebtesten Harzorte. Gut 1000 Parkplätze stehen laut Meling in Schierke zur Verfügung, unter anderem in einem neu gebauten Parkhaus. „Wir hindern niemanden an der Fahrt nach Schierke, aber wenn die Parkflächen voll sind und es ringsherum kritisch wird, machen wir zu.“ Am Samstag sei das aber nicht nötig gewesen, so Meling.

Er warnte Ausflügler vor der großen Schneelast auf den Bäumen, durch die es zu gefährlichen Ast- und Kronenabbrüchen kommen kann. „Wir sind seit Tagen im Dauerfrost und es hat auch in der Nacht zu Samstag geschneit. Ich sage nur Achtung, Achtung.“ Auch der Harzer Tourismusverband appellierte auf seiner Internetseite, die tief verschneiten Wälder nicht zu betreten.

Großraumparkplätze „Torfhaus“ und „Am Rinderkopf“ mittags voll

Am Samstagvormittag ordnet die Polizei Goslar auf Facebook das Geschehen ein. „Bereits jetzt lässt sich feststellen, dass sich weniger Menschen auf den Weg in den Harz gemacht haben. Und die, die uns besuchen, verteilen sich gleichmäßiger auf die Region.“ Man habe bisher nur vereinzelt tätig werden müssen und nur wenige Verstöße gegen die Hygienevorschriften festgestellt, hieß es. Mittags dann die Mitteilung, dass die Großraumparkplätze „Torfhaus“ und „Am Rinderkopf“ voll seien und die Besucher weitergeleitet würden.

Die Menschen reagierten bei Ansprachen „sehr freundlich“, sagte der Einsatzleiter des Landkreises Goslar, Frank-Michael Kruckow. „Aktuell sind deutlich weniger unterwegs. Ich gehe davon aus, dass die Appelle, die wir in der letzten und dieser Woche dazu versandt haben, jetzt irgendwo auch gefruchtet haben.“ Auf der niedersächsischen Seite des Harzes sind besonders die Gebiete rund um Torfhaus und Braunlage beliebt. Hier war es am vergangenen Wochenende wegen des großen Andrangs zu teils chaotischen Zuständen auf Straßen und Parkplätzen gekommen. An Rodelhängen herrschte dichtes Gedränge.

Friedhart Knolle, Sprecher für den länderübergreifenden Nationalpark Harz, machen vor allem Müll und Fäkalien große Sorgen, weil es keine Gastronomie und nicht ausreichend Toiletten gibt. „Erstmal fällt immer wieder Schnee darauf und verdeckt erst einmal die Probleme. Aber sie werden uns zu einem späteren Zeitpunkt wieder einholen.“

Update vom 9. Januar: Die Parkplätze etwa in Torfhaus (Kreis Goslar) waren bereits am Samstagmorgen wieder frequentiert. Zu Staus oder Straßensperrungen sei es bislang aber nicht gekommen, so der Sprecher. Die Polizei Hannover meldete, dass sich vor allem in Springe Parkplätze rund um den Deister füllten. Polizei und Ordnungskräfte waren mit zahlreichen Einsatzkräften an den Ausflugszielen im Einsatz und zeigten Präsenz.

Update vom 7. Januar: Der Landkreis Goslar hat den Verleih von Wintersportgeräten wie Skiern und Schlitten an Wochenenden und Feiertagen verboten. Die Kontrolleure werden die Einhaltung der Regeln besonders im Gebiet von Torfhaus sowie an den Rodelhängen rund um Braunlage überwachen, wie die Verwaltung am Mittwoch mitteilte. Zudem stellt die neue Allgemeinverfügung des Landkreises strengere Regeln für die Verkaufsstellen auf, die Speisen und Getränke anbieten. Sollte an Snackständen gegen die Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie verstoßen werden, werden sie für den Rest des Tages geschlossen, hieß es.

Landrat appelliert: Keine Tagesausflüge in den Harz

Landrat Thomas Brych (SPD) rief erneut dazu auf, keine Tagesausflüge in den Harz zu machen. „Bilder wie vom vergangenen Wochenende will ich vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemielage nicht noch einmal sehen“, sagte der Verwaltungschef. Die Lage sei weiterhin ausgesprochen ernst.

Am Wochenende hatten sich im Harz kilometerlange Staus gebildet, nachdem viele Ausflügler sich entgegen aller Mahnungen auf den Weg zu dem Mittelgebirge gemacht hatten. Am Dienstag hatten daraufhin Kommunen, Polizei, der Harzer Tourismusverband und die Kreisverwaltung Goslar bereits beschlossen, deutlich mehr Polizei und Ordnungskräfte in die Ausflugsgebiete zu schicken. (dpa)

Update vom 3. Januar: Bereits am Samstag hatten zahlreiche Tagestouristen und Wanderer den Harz ins Chaos gestürzt. Auf zahlreichen Parkplätzen waren laut Polizeiangaben alle Stellplätze belegt. Auf der B4 in Richtung Torfhaus war der Verkehr nahezu zusammengebrochen, viele Autofahrer und Autofahrerinnen hielten sich darüber hinaus nicht an die dort geltenden Regeln.

Für Sonntag rechneten die Beamten bereits am Vortag erneut mit erheblichen Einschränkungen und vollen Parkplätzen. Und tatsächlich machten die Hinweise der Polizei auf Facebook im Verlauf des Vormittags deutlich, in welchem Umfang erneut Chaos herrschen würde. Nahezu im Minutentakt kamen Meldungen herein, die von vollständig gefüllten Parkplätzen und Staus kündeten.

Gegen 10 Uhr berichteten die Beamten der Polizei Goslar unter anderem, dass die L504 von Altenau nach Torfhaus gesperrt sei. Von Torfhaus in Richtung Altenau sei die Fahrbahn hingegen frei. Über die einzelnen Meldungen hinaus, bat das Einsatzteam alle Anreisenden darum, nur ausgewiesene Parkplätze zu nutzen und sich an die geltenden Corona-Maßnahmen zu halten.

Update vom 2. Januar: Der Ansturm auf die Ausflugsgebiete im Harz hat am Wochenende zu chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt. Wanderer und Rodler steuerten die Parkplätze in den teils verschneiten Orten schon am Samstagmorgen an. „Wir haben hier Chaos hoch drei, es bricht alles zusammen“, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Goslar am Mittag. „Es geht so gut wie gar nichts mehr, einige Autos sind auch liegengeblieben. Es ist zu viel los.“ In Absprache mit den Straßenmeistereien erwäge man eine Sperrung der Bundesstraße 4 von Bad Harzburg Richtung Torfhaus.

Im Harz reihten sich zum Jahresbeginn Autos aneinander - sowohl auf den Straßen als auch auf den Parkplätzen.

Die Landesstraße 504 von Altenau nach Torfhaus wurde bereits zur Einbahnstraße aus dem Harz heraus umfunktioniert. „Aber wenn wir nicht präsent sind, machen manche, was sie wollen. Das ist sehr unvernünftig“, sagte der Polizeisprecher. Man würde auch Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten ausstellen, aber dafür reiche momentan nicht die Zeit.

Schon am Vormittag twitterte die Polizei Goslar, dass die Parkplätze weitgehend ausgelastet seien und sich auf der B4 ein langer Stau bilde. Sie appellierte an Tagesauflügler, weiträumig auf andere Bereiche im Harz auszuweichen und die Rettungswege frei zu halten. Der Großraumparkplatz in Torfhaus war überfüllt, viele Autofahrer parkten am Straßenrand.

Einen Massenandrang gab es auch auf dem beliebten, etwa neun Kilometer langen Goetheweg von Torfhaus zum Brocken. In Braunlage war ebenfalls einiges los: Die Kennzeichen der Autos deuteten auf Besucher überwiegend aus der Region hin - viele kamen demzufolge aus Hannover und dem Umland -, aber auch Berliner und Hamburger waren vertreten. In Niedersachsen gibt es keine Beschränkung für Tagestouristen.

Die Schlepplifte sind coronabedingt geschlossen, zahlreiche Familien sowie Gruppen machen sich jedoch zu Fuß auf den Weg. Bereits in den vergangenen Tagen hatten sich die Autos in Ausflugsorten kilometerlang gestaut. Wegen Überfüllung rät die Polizei weiter von Ausflügen in den winterlichen Harz ab. „Ich denke, am Sonntag wird es genauso sein wie heute“, befürchtete der Polizeisprecher. (dpa)

Ursprungsmeldung vom 29. Dezember: Torfhaus - Die Polizei Goslar im Harz hat am Montag wegen überfüllter Parkplätze und Staus dringend von Besuchen im Mittelgebirge abgeraten. Dort herrsche derzeit Chaos, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Im beliebten Zielort Torfhaus gehe es weder vor noch zurück. Über den Kurznachrichtendienst Twitter informierten die Beamten darüber, dass die Parkplätze völlig ausgelastet seien und es keine Kapazität mehr gebe. Auf der Bundesstraße 4 von Bad Harzburg Richtung Torfhaus kam es am Montagnachmittag zu einem kilometerlangen Stau.

Schon am Wochenende hatte die Polizei bei Facebook über eine angespannte Situation im Harz berichtet. Dazu kommen nun noch mögliche Sturmschäden. Die Gefahr für Wanderwege lasse sich derzeit noch nicht vollständig einschätzen, sagte der Polizeisprecher.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa

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