Fotofallen-Monitoring zeigt 286 Mal die Raubkatzen

Luchse vermehren sich im Harz

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St. Andreasberg  - Eineinhalb Jahrzehnte nach Beginn der Wiederansiedlung leben im Harz vermutlich bis zu 90 Luchse. Diesen Schluss lässt das Ergebnis des Monitorings der Tiere zu. "Damit wurden mindestens 28 verschiedene Luchse fotografiert", sagte der Leiter des Luchs-Projektes, Ole Anders.

Es sei davon auszugehen, dass es im gesamten Harz derzeit gut dreimal so viele Raubkatzen gebe. Hinzu kommen weitere Luchse im Harzvorland. Für das Monitoring hatte die Nationalparkverwaltung an 62 Standorten vorwiegend im Westharz 100 Tage lang Wildtierkameras installiert. Dabei entstanden 286 Aufnahmen von mindestens 28 verschiedenen Luchsen. Darunter befanden sich vier führende Weibchen mit Jungtieren. "Luchse lassen sich anhand ihres unterschiedlich gezeichneten Felles gut unterscheiden", sagte Anders.

Außer Luchsen gingen den Experten auch zahlreiche andere Wildtiere in die Fotofallen. Die meisten Bilder entstanden von Füchsen, Wildschweinen, Rotwild und Feldhasen. Um die Gesamtgröße der Luchs-Population im Harz weiter zu überprüfen, soll das nächste Fotofallen-Monitoring vorwiegend im östlichen Mittelgebirges stattfinden, sagte Anders. 

Im Harz galt der Luchs lange als ausgestorben. Im Rahmen des Wiederansiedlungsprojektes wurden in den Jahren 2000 bis 2006 im niedersächsischen Teil des Nationalparks 24 Tiere freigelassen. Sie haben sich seither stark vermehrt und auch angrenzende Regionen besiedelt. Anders geht davon aus, dass seit 2002 mehr als 200 Jungluchse in freier Wildbahn geboren wurden.  Da im Harz die Reviere weitgehend besetzt sind, wandert der größte Teil von ihnen aus dem Mittelgebirge ab und vergrößert so das Verbreitungsgebiet. 

dpa

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