Tod in Unterkunft

Weitere Flüchtlinge erreichen Niedersachsen

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Weitere Flüchtlinge erreichen Niedersachsen:

Hannover - Hunderte weiterer Flüchtlinge sind am Wochenende nach Niedersachsen gekommen. Viele ehrenamtliche Helfer kümmerten sich um die Schutzsuchenden bei der Ankunft in Laatzen.

In einer Flüchtlingsunterkunft in der Lüneburger Heide ereignete sich unterdessen ein tödlicher Streit. Ein Überblick:

ANKUNFT: Rund 450 Flüchtlinge sind am Sonntag mit dem Zug aus dem bayrischen Passau in Laatzen (Region Hannover) angekommen. Die meisten Schutzsuchenden wurden nach Meppen im Emsland gebracht, 150 kamen nach Stade. Rund 120 Einsatzkräfte, darunter etwa 70 Ehrenamtliche, versorgten die Flüchtlinge mit Getränken und Schokoriegeln und halfen bei der Weiterreise. Für Dienstag wird in Laatzen ein weiterer Zug mit ebenfalls 450 Flüchtlingen erwartet.

GEWALT: In einer Flüchtlingsunterkunft in Neuenkirchen (Heidekreis) hat sich ein tödlicher Streit ereignet. Dabei wurde am Samstag ein 20 Jahre alter Somalier erstochen. Ein 24-jähriger, ebenfalls aus Somalia stammender Mann, soll ihm in den Hals gestochen haben. Der mutmaßliche Täter wurde vorläufig festgenommen. Die Somalier, die sich schon vor der Einreise nach Deutschland kannten, leben seit dem Frühjahr in Neuenkirchen. In dem Gebäude, in dem 19 Flüchtlinge untergebracht sind, bewohnten die Männer gemeinsam eine Wohnung. Die Polizei geht davon aus, dass der Konflikt seine Wurzeln schon vor der Einreise nach Deutschland hat.

GESUNDHEIT: Das Land Niedersachsen will eine Grippewelle in den Flüchtlingsunterkünften mit einer breit angelegten Impfkampagne verhindern. Die Impfungen in den Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften können laut Gesundheitsministerium jetzt beginnen. Impfungen sollten auch zum Schutz vor anderen Infektionskrankheiten angeboten werden. Menschen in Notunterkünften sind nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts besonders gefährdet, sich mit Grippe zu infizieren, weil sie lange auf engem Raum zusammenleben.

DIAKONIE: Diakonie-Präsident Ulrich Lilie hat den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik unterstützt. „Wenn die Zahl der Menschen, die bei uns Schutz suchen, begrenzt werden soll, geht das nur mit Gewalt“, sagte Lilie auf der Jahreskonferenz des Diakonisches Werks der evangelisch-reformierten Kirche am Samstag in Uelsen (Grafschaft Bentheim). Deutschland habe genügend Ressourcen, um Menschen in Not aufzunehmen.

THEATER & KUNST: Gemeinsam Theater spielen, gemeinsam Kunst entdecken - Kulturschaffende in Bremen und Oldenburg haben sich Angebote für Flüchtlinge und Einheimische ausgedacht. Sie sollen den Menschen helfen, sich gegenseitig besser zu verstehen, teilte die Bremer Kunsthalle mit. Dort gibt es am 21. November einen kostenlosen „Tag für alle“ mit mehrsprachigem Programm. In Oldenburg wollen syrische Flüchtlinge und Alteingesessene ein Theaterprojekt zum Thema Heimat auf die Beine stellen. Rund 20 Frauen und Männer sind beteiligt.

dpa

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