Schlossherr beschuldigt Ex-Frau nach Einbruch mit Millionenbeute

Hannover - Nach einem Einbruch mit Millionenbeute in ein Schloss bei Hannover ist die Ex-Frau des Besitzers ins Visier der Ermittler geraten. Weil sie vor zwei Jahren bereits selber einen Einbruchsversuch in das Schloss unternommen habe, bestehe gegen sie ein Anfangsverdacht, sagte Oberstaatsanwältin Irene Silinger am Dienstag.

Damals war die Frau von Überwachungskameras gefilmt worden und hatte die Beute zurückgegeben. Das Verfahren wurde eingestellt.

Wie der Schlossbesitzer der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ sagte, habe er seine Ex-Frau in Verdacht, die Täter des jüngsten Einbruchs genau instruiert zu haben. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über den neuen Ermittlungsansatz berichtet.

Bei dem Raubzug in Schloß-Ricklingen in Garbsen waren Schmuck, Geld und Antiquitäten im Wert von 1,3 Millionen Euro weggekommen. Für Hinweise zur Ergreifung der Täter lobte der Schlossherr eine Belohnung von 100 000 Euro aus. Die drei Maskierten wurden gefilmt, die Alarmanlage löste aber nicht aus. Möglicherweise war das Trio darüber informiert, dass der Unternehmer zur Tatzeit mit seiner neuen Lebensgefährtin in Urlaub war, berichtete die Zeitung. dpa

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