Schlag gegen Schleuser

Polizei-Razzia in Bordell: Beamte befreien Zwangsprostituierte aus Versteck

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Das Bordell in Hannover ist bereits vor eineinhalb Jahren durchsucht worden. Auch damals ging es um Zwangsprostitution.

Der Polizei Hannover ist ein Schlag gegen Zwangsprostitution und Schleuserkriminalität gelungen. Fünf Zwangsprostituierte sind aus einem Versteck befreit worden.

  • Polizei Hannover durchsucht Bordell
  • Zwangsprostituierte in einem winzigen Versteck gefunden
  • Razzia in Bordell: Verdacht wegen Zwangsprostitution

Durchsuchung in Hannover: Fünf Prostituierte gefunden

Hannover - Wegen des Verdachts der Zwangsprostitution haben Polizeibeamte an der Anderter Straße in Hannover ein Bordell durchsucht. Die Einsatzkräfte des Kommissariats Milieudelikte stießen in einem Versteck auf fünf illegal beschäftigte Prostituierte, teilt die Polizei mit.

Umfangreiche Ermittlungen haben die Polizei Hannover auf die Spur des Bordells im Stadtteil Misburg-Süd gebracht. Daraufhin erwirkte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss wegen des Verdachts der Zwangsprostitution.

Polizei Hannover: Tatverdächtige verweigert Eintritt ins Bordell

Daraufhin schlugen die Fahnder der Zentralen Kriminalinspektion am Dienstag, 8. Oktober in dem Bordell zu. Eine 55 Jahre alte Tatverdächtige ist in dem Betrieb angetroffen worden, die den Beamten den Zutritt verweigern wollte, berichtet kreiszeitung.de*.

Bei der anschließenden Razzia in dem Bordell schlug ein Polizeihund in der Nähe eines Regals an. Als Ermittler es beiseite schoben, fanden sie ein etwa ein Quadratmeter großes Versteck vor. Darin hielten sich fünf Frauen auf. In einem zweiten Versteck im Haus hielt sich zum Zeitpunkt der Durchsuchung niemand auf.

Razzia in Bordell: Hauptverdächtige nicht angetroffen

Die 55-jährige Frau und die fünf Prostituierten im Alter zwischen 30 und 44 Jahren sind von der Polizei festgenommen worden. Sie sind nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden. Die 57 Jahre alte Hauptverdächtige ist nicht angetroffen worden.

Die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Hannover ermitteln wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Schleusung und der Zwangsprostitution.

Zwangsprostitution in Hannover: Bordell erneut im Fokus der Polizei

Bereits vor eineinhalb Jahren war das Bordell Ziel einer Razzia im Rahmen von bundesweiten Durchsuchungen von Etablissements, in denen thailändische Frauen in großem Stil mit erschlichenen Visa zur Prostitution gezwungen wurden. 

Damals erklärte die Polizei, die Frauen hätten jeweils zwischen 16.000 und 36.000 Euro Schleuserlohn abarbeiten müssen und seien nach einem Rotationsverfahren von Bordell zu Bordell gebracht worden.

jdw/dpa

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