Maritim-Hotel in Hannover könnte Quartier für 500 Flüchtlinge werden

Hannover - Die Stadt Hannover will das zentral gelegene Maritim-Hotel gegenüber dem Rathaus vorübergehend zur Einquartierung von rund 500 Flüchtlingen nutzen.

Mit dem neuen Eigentümer des vor einer Sanierung stehenden 250-Zimmer-Hotels werde beraten, das bisherige Vier-Sterne-Haus nach dem Jahreswechsel für mindestens ein Jahr als Flüchtlingsquartier zu nutzen, teilte die Stadt am Dienstag mit. Auch die Senior-Suite, in der bereits Russlands Präsident Wladimir Putin Station machte, stehe den Flüchtlingen dann zur Verfügung, berichteten die hannoverschen Zeitungen.

Ungewiss ist noch, ob ein seit gut zwei Wochen als Unterkunft für 258 Flüchtlinge dienendes Hotel im Oberharzer Ferienort Hahnenklee dauerhaft genutzt werden kann. Das Amtsgericht Goslar hatte auf Antrag von Miteigentümern des Appartement-Hotels in einer einstweiligen Verfügung festgestellt, dass es keine ausreichende rechtliche Grundlage zur Belegung des Hauses mit Flüchtlingen gebe.

Die Betreibergesellschaft, die einen Vertrag mit dem Land ohne Zustimmung der Miteigentümer geschlossen hatte, hat Widerspruch eingelegt. Darüber will das Amtsgericht Goslar am kommenden Montag verhandeln. Solange könne das Hotel in jedem Fall Flüchtlingsunterkunft bleiben, sagte eine Kreissprecherin.
dpa

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