Wegen Prozess um Apotheker

Krebspatienten fürchten sich wegen gepanschten Medikamenten

Hannover - Seit dem Skandal um mutmaßlich gepanschte Krebsmedikamente in Nordrhein-Westfalen fürchten auch niedersächsische Krebspatienten, dass ihre lebenswichtigen Medikamente vielleicht gar nicht wirken.

Immer mehr besorgte Leute fragten deswegen ihren Apotheker oder riefen bei der Apothekerkammer an, sagte Kammer-Präsidentin Magdalene Linz der Deutschen Presse-Agentur. Beim Fall in Nordrhein-Westfalen soll ein Apotheker jahrelang Tausenden Patienten verdünnte Arzneimittel verabreicht haben. Er steht zurzeit vor Gericht.

Die niedersächsische Apothekerkammer kontrolliert regelmäßig alle 48 niedersächsischen Apotheken, die krebshemmende Medikamente für Patienten mischen. Linz betont, dass sie dabei nur kleinere Mängel festgestellt hätten, die die Apotheken anschließend behoben hätten. Einzelne Apotheken hätten etwa nicht häufig genug getestet, ob ihr Labor wirklich keimfrei sei. Oder sie hätten die eigenen Tests nicht detailliert genug für die Kontrollen der Kammer dokumentiert.

Seit 2012 gelten außerdem schärfere Vorschriften: So dürfen Apothekenlabore seitdem keine Fenster mehr haben, da man glatte, fensterlose Wände besser putzen kann und so keine Keime von außen eindringen können.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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