Autobahn wird wieder freigegeben

A2: Kampfmittel-Spezialisten entschärfen alle Blindgänger

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Zwei Weltkriegsbomben sind an der A2 bei Hannover gefunden worden. Eine Fliegerbombe ist bereits unschädlich.

Hannover - Mehrere Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg halten bei Hannover Spezialisten in Atem. Rund 7.500 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Autobahn 2 war komplett gesperrt.

Wegen Bombenentschärfungen ist am Sonntag die Autobahn 2 bei Hannover komplett für den Verkehr gesperrt worden, 7.500 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes fanden bis zum Nachmittag mehrere Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. 

Am ersten von drei Verdachtspunkten entdeckten sie eine britische Zehn-Zentner-Fliegerbombe, die unschädlich war. Bei dem zweiten Fund handelte es sich um einen Teil einer amerikanischen Luftmine mit drei Zündern, sagte der Sprecher der Feuerwehr Hannover, Hartmut Meyer. Diese Munition wurde gesprengt. 

An einem weiteren Verdachtspunkt stießen die Spezialisten auf ein Gestell mit Stabbrandbomben. Diese wurden mit einem Lastwagen abtransportiert und nach Munster gebracht, wo sie unschädlich gemacht werden sollen. „An der dritten Stelle liegt der mögliche Blindgänger in fünf Metern Tiefe auf freiem Gelände“, sagte Meyer am Nachmittag. Inzwischen sind alle Blindgänger entschärft. 

Wegen der Bombenräumungen musste die Autobahn 2 zwischen der Anschlussstelle Herrenhausen und dem Kreuz Hannover-Ost in beiden Richtungen seit Sonntagmorgen komplett gesperrt werden. Dadurch staute sich der Verkehr am Nachmittag in Richtung Berlin auf einer Länge von knapp vier Kilometern, in Richtung Dortmund waren es etwa drei Kilometer, teilte eine Sprecherin der Autobahnpolizei mit. 

Rund 7.500 Anwohner aus den Stadtteilen Vahrenheide, Bothfeld und Langenhagen mussten ihre Wohnungen verlassen. Bei Bauarbeiten zur Fahrbahnerneuerung der A2 waren die Punkte entdeckt worden, an denen Bombenblindgänger vermutet wurden. 

Hannover war im Zweiten Weltkrieg vielfach Ziel alliierter Bomber. Allein bei dem schwersten Angriff auf die Landeshauptstadt in der Nacht zum 9. Oktober 1943 wurden 261.000 Bomben über Hannover abgeworfen.

dpa

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