Elf Jahre Haft für Mord an Modehaus-Chefin

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Urteil am Landgericht in Hannover. 

Hannover - Erst ist es die große Liebe. Doch als die Frau die Trennung will, kann ihr Partner das nicht verkraften: Für einen Mord mit 33 Messerstichen hat das Landgericht Hannover einen Mann zu langer Haft verurteilt. Berücksichtigt wurde, dass er im Affekt handelte.

Nach der blutigen Messerattacke auf eine Modehaus-Chefin in Hannover hat das Landgericht den Lebensgefährten der Frau zu elf Jahren Haft wegen Mordes verurteilt. Weil der 49-Jährige nach Überzeugung des Gerichts im Affekt zum Messer griff, blieb das Urteil am Freitag unter der für Mord üblichen Mindeststrafe von 15 Jahren.

Zu der Tat im vergangenen Juni kam es, weil die 46-Jährige sich trennen wollte. Der Vorsitzende Richter Wolfgang Rosenbusch sagte zu dem Angeklagten: „Sie konnten aus Ihrer Sichtweise nicht mehr anders, als das zu zerstören, was Sie so liebten.“ Die Staatsanwaltschaft hatte 13, die Verteidigung 8 Jahre Haft wegen Totschlags gefordert.

„Wir stehen hier wohl vor dem erschütternden Scherbenhaufen einer großen Liebe“, sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Dass die von ihm vergötterte Frau sich von ihm trennen wollte, habe der Mann nicht verkraften können. Bei einer Aussprache kam es zu der Gewaltattacke. „Sie haben mit dem Messer wie ein Wahnsinniger auf sie eingestochen“, sagte der Richter. Der Gerichtsmediziner zählte 33 Stiche. Als die erste Klinge abbrach, griff der Täter zu einem weiteren Messer und rammte es der Frau ins Herz.

Der Angeklagte hatte nach der Tat versucht, mit seinem Auto in den Tod zu rasen. Bei dem Unfall auf der Autobahn blieb er jedoch nahezu unverletzt. Er rief selbst die Polizei und gab an, dass er sich das Leben nehmen wollte und seine Freundin getötet habe. Bei der Polizei und vor Gericht legte er ein umfassendes Geständnis ab. Den Urteilsspruch nahmen der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft sofort an.

dpa

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