Rettungshubschrauber war vor Ort

Horrorcrash mit Leichenwagen auf A2 - Fahrer stirbt im Wrack

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Hannover - Den Helfern bietet sich ein grausames Bild. Der Fahrer eines Leichenwagen wird bei einem Unfall in seinem Wagen tödlich verletzt. Im Laderaum finden die Einsatzkräfte einen zerstörten Sarg mit einer Leiche.

Der Fahrer eines Leichenwagens ist am Mittwoch auf der Autobahn 2 bei Hannover in einen Sattelzug gekracht und dabei ums Leben gekommen. Bei dem Versuch den Mann aus dem grau lackierten, niederländischen Transporter zu befreien, erlebten die Einsatzkräfte eine weitere Schrecksekunde. Sie fanden in einem zerstörten Sarg eine Leiche.

Offensichtlich übersah der 49-Jährige, dass der Laster auf der Autobahn stand und krachte mit Wucht in den Sattelzug. Bei dem Crash schob sich der Leichenwagen nach Angaben der Feuerwehr unter den Laster und wurde stark zerstört. Der Transporter wurde fast bis zur Wagenmitte eingedrückt. Wie genau es zu dem Unglück gegen 10.45 Uhr kommen konnte ist nach Angaben der Polizei noch unklar.

Fahrer des Lasters blieb unverletzt

An der Unfallstelle musste der zertrümmerte Wagen unter dem Laster rausgezogen werden, um die Leiche des Fahrers zu bergen. Der 41 Jahre alte Fahrer des Lasters blieb unverletzt. Die A2, auf der es immer wieder zu schweren Unfällen kommt, musste bei der Bergung voll gesperrt werden. Die Einsatzkräfte und Rettungsdienste waren mit 44 Helfern, 16 Fahrzeugen und einem Rettungshubschrauber vor Ort.

Gut zwei Stunden zuvor wurde unweit der Unglücksstelle auch auf der A2 bei einem ähnlichen Unfall ein 33-Jähriger schwer verletzt. Er übersah, dass ein Laster wegen eines Baustellenstaus zum Stehen gekommen war und prallte gegen den Sattelzug. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Bei Peine fuhr zudem ebenfalls auf der A2 ein Laster in einen anderen stehenden Lkw. Auch hier erkannte der 37 Jahre alte Fahrer das Stauende nicht. Bei dem Unfall wurde er schwer verletzt und mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

Auf der stark befahrenen Ost-Westverbindung A2 kommt es fast täglich zu schweren Unfällen. Trotz der jüngsten Unfälle auf dem Abschnitt in Niedersachsen gibt es keinen generellen Anstieg der Karambolagen auf der stark befahrenen Route. Im ersten Halbjahr 2018 gab es 1485 Unfälle nach 3538 Unfällen im gesamten Vorjahr und 3516 Unfällen in 2016, wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine FDP-Anfrage hervorgeht. Allerdings zeichnet sich im Vergleich zu den Vorjahren eine höhere Zahl von Toten und Schwerverletzten ab.

dpa

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