Gesundheitsministerin stellt Landespsychiatrieplan vor

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Cornelia Rundt. Foto: Holger Hollemann/Archiv

Hannover - Demenzbeauftragte in medizinischen Einrichtungen, verbesserte Aufklärung über die Behandlung depressiver Erkrankungen: Das sind Vorschläge aus dem neuen Landespsychiatrieplan, den Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) heute vorstellen will.

Der Plan soll Verbesserungsmöglichkeiten für die psychiatrische Versorgung in den kommenden zehn Jahren deutlich machen. "Die Daten zeigen, dass in Niedersachsen ein differenziertes psychiatrisch-psychotherapeutisches Angebot vorhanden ist, dass die Ressourcen jedoch uneinheitlich verteilt sind", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der Landespsychiatrieplan werde sich daher auch mit der Frage befassen, wie Hilfsangebote schneller und einfacher erreicht werden können.

Gesundheitsexperten sehen hier schon seit geraumer Zeit Handlungsbedarf. "Gerade die Intransparenz der psychiatrischen Versorgung ist in Niedersachsen ein Manko", sagt der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Detlef Haffke. Es gebe niedergelassene Psychiater, Institutsambulanzen und die sozialpsychiatrischen Dienste der Kommunen. "Aber der Bürger ist etwas verlassen, wenn er das Angebot nutzen will." Nach außen hin müsse deutlicher werden, wen Betroffene im konkreten Fall ansprechen könnten.

dpa

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