Rückkehr des Wolfs

CDU fordert bessere Unterstützung von Tierhaltern

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Rückkehr des Wolfes - CDU fordert bessere Unterstützung von Tierhaltern

Hannover - Der Wolf ist zurück in Niedersachsen - und Nutztierhalter stellen sich nicht erst bei gerissenen Schafen oder Rindern besorgte Fragen nach finanzieller Unterstützung. Die CDU im Landtag will schnellere Hilfe.

Die Rückkehr des Wolfs in verschiedenen Teilen Niedersachsens ist ein Erfolg für den Artenschutz, darf nach Ansicht der oppositionellen CDU Nutztierhalter aber nicht benachteiligen. Die CDU fordert daher unbürokratischere und damit schnellere Entschädigungen. Dies dauere bisher im Schnitt sechs bis acht Wochen, kritisierte der CDU-Abgeordnete Ernst-Ingolf Angermann. „Mit jedem Wolfs-Jahrgang werden die Übergriffe zunehmen“, warnte er. Wegen der flächendeckenden Ausbreitung sollten auf die Festlegung für Wolfsregionen verzichtet und die Beweislast für Besitzer gerissener Tiere erleichtert werden. Angermann empfahl eine sogenannte Beweislastumkehr wie in Sachsen oder Brandenburg - dabei liegen die Voraussetzungen für eine Entschädigungszahlung vor, wenn ein Experte den Tod eines Nutztieres durch Wölfe nicht ausschließen kann.

Bisher muss der Eigentümer nachweisen, dass er Opfer eines Wolfs wurde. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hält eine solche Beweislastumkehr für problematisch, stellte aber finanzielle Hilfen für die Errichtung von Zäunen in Aussicht. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagte er und wies im Landtag auf die Freiwilligkeit der Zahlungen an die Nutztierhalter hin. Das Thema soll im Umweltausschuss des Landtags beraten werden. Der lange Zeit als ausgerottet geltende Wolf streift heute bereits wieder durch die Heide und andere Regionen des Landes - zum Kummer mancher Bauern und Tierhalter. Der aktuelle Bestand in Niedersachsen wird bisher auf etwa 30 Einzeltiere geschätzt.

Im Nordosten des Landes hat sich bereits die Interessengemeinschaft Tierhalter Uelzen gegründet, um ihre Herden besser vor Wölfen zu schützen. Nach Ansicht der CDU werden kleinere Bauernhöfe wegen gekürzter Fördermittel und gestiegener Anforderungen bei Umwelt-, Natur- und Tierschutz ohnehin stark belastet. Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) wies jedoch die Kritik der Opposition zurück, die rot-grüne Landesregierung lasse die bäuerlichen Familienbetriebe im Stich.
dpa

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