Wer hat die größere Klappe?

Süßes Vater-Tochter-Duell im Flusspferd-Gehege

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Hannover - Flusspferd-Nachwuchs Pumeza lernt ihren Vater kennen - und macht gleich erstmal auf dicke Hose. Im Erlebnis-Zoo Hannover ist das 15 Monate alte Jungtier erstmals auf den Bullen Max getroffen. Es brauchte nur einen Moment des Abtastens, bis beide ihrem Spieltrieb freien Lauf ließen, unter anderem im Duell der großen Klappen.

Die erste direkte Begegnung zwischen Vater und Tochter war somit ein Wettstreit der besonderen Art, teilte der Zoo am Freitag mit. Bislang wurde der Pumeza von Mutter Cherry und den drei weiteren Flusspferd-Weibchen betreut – nun wurde es Zeit für die Familienzusammenführung. Das es bereit und agil ist, hatte das Flusspferdmädchen bereits zuvor bewiesen.

Als sich das Tor öffnete und Max auf die Außenanlage zu der Herde lief, beäugte Pumeza den großen Flusspferdbullen, den sie bislang nur aus der Entfernung im Stall gesehen, gerochen und gehört hatte, zunächst neugierig. Dann näherte sich das 300 Kilogramm leichte Jungtier langsam und ganz vorsichtig dem ausgewachsenen, 2,8 Tonnen schweren Bullen.

Max und seine Tochter kommen sich näher.

Nach ausgiebigem Beschnuppern und einem Nasenstupser zum Kennenlernen, erkannte Pumeza in dem Bullen einen idealen Spielkameraden und forderte ihn forsch auf – indem sie ihre kleine Klappe groß aufriss und dem Riesen die kurzen Zähne zeigte. Die Antwort kam prompt: Max riss sein Maul auf und zeigte seiner Tochter, wie das bei ausgewachsenen Tieren aussieht.

Immer wieder rangelten die beiden miteinander, liefen hintereinander her und gingen zusammen zum Baden ins Wasser, wo Max mit dem Kopf große Wellen für seinen Nachwuchs machte. Mutter Cherry sah dem Zusammentreffen von Max und Tochter Pumeza währenddessen entspannt zu. Und nahm gelassen eine Auszeit von der Kinderbetreuung, heißt es.

Alles klar: Da stimmt die Chemie.

Max und Pumeza treffen sich ab jetzt täglich auf der Außenanlage am Sambesi. Mit ein wenig Glück können Zoobesucher das Duell der großen Klappen miterleben.

Die Flusspferde im Erlebnis-Zoo:

Flusspferdbulle Max ist 21 Jahre alt und lebt seit 2015 im Erlebnis-Zoo. Er kam auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms aus dem Zoo Kronberg nach Hannover. Mutter Cherry ist 18 Jahre alt. Ihr Jungtier Pumeza wurde am 18. April 2016 geboren. Im Hippo Canyon leben außerdem Kiboko (33), Victoria (19) und Himba (16).

Gefährdung der Flusspferde

Seit 2006 steht das Flusspferd als „gefährdet“ auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Gab es Flusspferde einst bis in den Norden Afrikas hinauf, leben in dem heute stark zerstückelten Verbreitungsgebiet südlich der Sahara insgesamt nur noch 125.000 bis 148.000 Tiere, schätzt die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature). Der Erlebnis-Zoo will mit der Nachzucht langfristig zum Erhalt der gefährdeten Art beitragen, hießt es in der Mitteilung des Zoo-Teams.

kom

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