Erneut mehr Arbeitslose in Niedersachsen

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Erneut mehr Arbeitslose in Niedersachsen

Hannover - Die Lage auf dem niedersächsischen Arbeitsmarkt wird zusehends trüber. Nach einer Zunahme der Erwerbslosen im Dezember fällt auch der Start ins Jahr 2013 durchwachsen aus. Mehr Menschen suchen einen Job - die Gesamtsituation bleibt aber noch relativ stabil.

Der Arbeitsmarkt in Niedersachsen bekommt die wirtschaftliche Abkühlung in vielen Branchen immer stärker zu spüren. Im Januar nahm die Zahl der Arbeitslosen landesweit erneut zu. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Hannover berichtete, waren zuletzt knapp 286 000 Menschen auf der Suche nach einem Job - 9,5 Prozent mehr als im Dezember und 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Quote stieg von 6,4 Prozent im Vormonat auf 7,1 Prozent. Bezogen auf den Januar 2012 legte sie um einen Punkt zu.

Schon im Dezember hatte sich die Lage angespannt, im Vergleich zum November hatte es 3,1 Prozent mehr Erwerbslose gegeben. Die Dynamik habe weiter an Schwung verloren, sagte BA-Regionalchef Klaus Stietenroth. „Dies zeigt sich insbesondere an einer deutlich nachlassenden Personalnachfrage der Unternehmen.“ Unterm Strich wurden im Januar 16,6 Prozent weniger offene Stellen gemeldet als noch zum Jahresende 2012. Auch der Bestand an Jobs ging zurück.

Insgesamt bleibe das Niveau der Beschäftigung im Vergleich zu den Vorjahren aber hoch, betonte Stietenroth. Im Winter ist der Bedarf an Arbeitskräften in Branchen wie der Bau- und Landwirtschaft oder dem Gartenbau zudem traditionell geringer. Dieser saisonale Anstieg sei nicht so stark ausgefallen wie in den Vorjahren. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg nach den aktuellen Zahlen für den November 2012 um 1,8 Prozent auf 2,65 Millionen. Das Wachstum habe sich allerdings verlangsamt.

Einen neuerlichen Dämpfer gab es bei der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. Fast 27 400 junge Leute unter 25 Jahren waren erwerbslos gemeldet - das entsprach einem Plus von 12,9 Prozent im Vergleich zum Dezember und 4,7 Prozent verglichen mit dem Januar des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote unter den Jüngeren stieg von 5,4 Prozent im Dezember auf zuletzt 6,0 Prozent. dpa

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