Polizei rät: Anwohner sollen Obama nicht vom Fenster aus zuwinken

Hannover - Hoher Besuch mit massiven Sicherheitsvorkehrungen: Wenn US-Präsident Obama zur Eröffnung der Hannover Messe nach Niedersachsen kommt, müssen Anwohner mit Einschränkungen rechnen. Noch sind nicht alle Details der Hannover-Visite bekannt.

Während des Hannover-Besuchs von US-Präsident Barack Obama muss die Bevölkerung sich teils auf erhebliche Sicherheitsvorkehrungen einstellen. Für den Moment, in dem der US-Präsident mit seiner Kolonne und Staatsgästen zum Congress Centrum und zurück fährt, rät die Polizei Anwohnern, sich von den Fenstern fernzuhalten. Dies sei nötig, um Irritationen mit den Sicherheitskräften und eine mögliche Überprüfung der Wohnung zu vermeiden, teilte die Polizei am Montag mit.

Betroffen von den Sicherheitsvorkehrungen sind rund 1800 Anwohner. Die Maßnahmen betreffen vor allem das Zooviertel rund um das Congress Centrum in Hannover. Dort will Obama am 24. April gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Hannover Messe eröffnen, deren Partnerland in diesem Jahr die USA sind. Eine Tag später ist dann ein gemeinsamer Messerundgang des scheidenden US-Präsidenten mit der Kanzlerin geplant. Weitere Einzelheiten des Obama-Besuchs in Hannover sind noch nicht bekannt.

Für Obama wird es wohl der letzte Deutschlandbesuch als US-Präsident werden. Dabei dürfte er den Besuch der weltgrößten Industrieschau auch zur politischen Drehscheibe machen. Es geht ihm auch um eines der letzten großen Projekte seiner Amtszeit, bei dem er einen Durchbruch erhofft: das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Zehntausende Gegner dieses Abkommens haben sich bereits in Hannover angesagt, denen ein Großaufgebot an Sicherheitskräften gegenüberstehen wird.

Über Einschränkungen informierte die Polizei Anlieger am Montag bereits mit Handzetteln, außerdem ist ein Informationsabend geplant und ein Bürgertelefon wird geschaltet. Ein Sicherheitsbereich im Zooviertel wird am 23. und 24. April nur für Anlieger zugänglich sein, die sich ausweisen und auf Personen- und Fahrzeugkontrollen einrichten müssen. Dasselbe gilt für Besucher, die von Anliegern vorab schriftlich angemeldet werden müssen. Busse und Straßenbahnen fahren am 24. April nicht durch den Sicherheitsbereich.
dpa

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