Bewährung für Barbesitzer

Zu wenig Kundschaft: Feuerlegender Gastronom verurteilt

Hannover - Das Landgericht Hannover hat einen Barbesitzer zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er sein Lokal wegen ausbleibender Gäste in Brand gesteckt hat. Das Gericht sprach den 32-Jährigen am Freitag der Brandstiftung und der Vortäuschung einer Straftat schuldig.

Der Gastronom hatte gestanden, sich für eine Renovierung Geld bei Verwandten geliehen zu haben. Im März habe er dann wegen zu wenig Kundschaft ein Feuer gelegt, um die Versicherungssumme zu kassieren. Um einen Raubüberfall vorzutäuschen, hatte der Mann sich an den Beinen gefesselt in den Keller der „Gold-Bar“ gesetzt und um Hilfe gerufen. Drei zufällige vorbeikommende Männer befreiten ihn.

Zunächst hatte der Barbesitzer behauptet, er sei von Unbekannten mit Kalaschnikows überfallen worden. Die Aufnahmen einer Überwachungskamera an einem Nachbargebäude belegten aber, dass das nicht stimmte.

Das Landgericht ging in seinem Urteil von einer spontanen Tat aus. Da lediglich die Inneneinrichtung und nicht das gesamte Gebäude in Brand geriet, wich das Gericht von der angeklagten schweren Brandstiftung ab und setzte die Strafe zur Bewährung aus. Der Mann muss ohnehin für die Gebäudeschäden nach dem Brand haften.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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