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Streik an Flughäfen Bremen und Hannover für Montag angekündigt

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Von: Johannes Nuß

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Ver.di ruft die Beschäftigten der Flugsicherheit an den Flughäfen Bremen und Hannover am Montag zu Warnstreiks auf. Hintergrund ist der aktuelle Tarifkonflikt.

Hannover/Bremen – Am Flughafen in Bremen und am Flughafen Hannover drohen zum Wochenbeginn Streiks. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, sollen im aktuellen Tarifkonflikt bei den Beschäftigten der Luftsicherheit an Flughäfen am Montag, 14. März 2022, die Mitarbeiter in Bremen und Hannover die Arbeit niederlegen. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Vedi für Niedersachsen und Bremen am Samstag mitteilte, soll der Warnstreik bei Beschäftigten der Passagierkontrollen in der Nacht zum Montag, 14. März 2022, um Mitternacht beginnen und um kurz vor Mitternacht wieder enden.

Streik an Flughäfen Bremen und Hannover: Verdi hält Arbeitgeberangebote im Tarifkonflikt für unzureichend

Der Streik am Flughafen Bremen soll gegen 22:00 Uhr zu Ende gehen. Auch an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Berlin und Leipzig soll es zur Niederlegung der Arbeit kommen. Bereits in der vergangenen Woche war es zum Ausstand am Flughafen Hamburg gekommen.

Die Arbeitgeber hatten zwar in den bisher drei Verhandlungsrunden ein Angebot vorgelegt, Verdi hält dieses aber für unzureichend. Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen hatte nach den jüngsten Gesprächen von Annäherungen gesprochen, die Vorstellungen lägen aber noch weit auseinander.

Streikende Mitarbeiter der Sicherheitsbranche gehen vor dem Flughafen Hannover (Niedersachsen) mit Verdi Flaggen vorbei.
Beschäftigte der Flugsicherheit wollen am Montag am Flughafen Hannover die Arbeit niederlegen. Auch am Airport Bremen ist ein Arbeitsausstand geplant. (Archivbild) © Ole Spata/dpa

„Die Arbeit der Luftsicherheitskräfte muss finanziell attraktiv bleiben, damit die dringend benötigten Fachkräfte gewonnen und gehalten werden können. Deshalb muss der Lohn um mindestens 1 Euro angehoben werden. Das Arbeitgeberangebot liegt weit unter der Forderung der Beschäftigten. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. „Schon jetzt gibt es einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die bereit sind, rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen äußerst flexibel am Flughafen zu arbeiten.“

Streik an Flughäfen Bremen und Hannover: Nächste Verhandlungsrunde am 16. und 17. März in Berlin

Allein in Hannover würden aktuell mehr als 100 Fachkräfte benötigt, um die Kontrolle der Fluggäste in Hannover in einer angemessenen Zeit vornehmen zu können und um Warteschlangen zu vermeiden. Verdi verhandelt für bundesweit rund 25.000 Sicherheitskräfte.

Die Gehälter der Gepäck- und Personalkontrolleure sollen das Niveau der Beschäftigten bei der Passagierkontrolle erreichen, Beschäftigte in der Flugzeugbewachung und der Bordkartenkontrolle bundesweit einheitlich bezahlt werden. Beide Seiten setzen sich am 16. und 17. März zur nächsten Verhandlungsrunde in Berlin an einen Tisch. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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