Verdächtiger in U-Haft

Tote Frau aus Hannover möglicherweise Stalking-Opfer

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Eine junge Frau ist in Hannover tot in ihrer Wohnung gefunden worden.

Nach dem Fund einer toten Frau in Hannover hat die Polizei Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Ein Tatverdächtiger sitzt nun in Untersuchungshaft.

  • In Hannover ist eine 23 Jahre alte Frau getötet worden
  • Tatverdächtiger stellt sich in Dessau der Polizei
  • 23-jähriges Opfer möglicherweise Stalking-Opfer

Update, 15. Januar: Vier Tage nach dem gewaltsamen To d einer jungen Frau in Hannover schweigt der mutmaßliche Täter noch immer. Die 23-Jährige sei an Stichverletzungen im Hals gestorben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover am Mittwoch. 

Der 34 Jahre alte Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft, er hat sich am Sonntag - einen Tag nach dem Verbrechen - der Polizei in Dessau in Sachsen-Anhalt gestellt und die Tat gestanden. „Sonst schweigt er“, sagte die Sprecherin der Anklagebehörde. Das genaue Motiv sei weiterhin unklar.

Getötete Frau aus Hannover vermutlich Stalking-Opfer

Laut „Bild“-Zeitung litt die junge Frau jahrelang unter Stalking-Attacken, für die der 34-Jährige dem Bericht zufolge verantwortlich sein soll. „Das wird Gegenstand unserer Ermittlungen sein“, erklärte die Sprecherin. Die Frau habe in Dessau mal Anzeige gegen unbekannt erstattet, ebenso im Mai 2019 in Hannover, weil Fake-Profile von ihr bei Instagram angelegt worden seien. Die Ermittlungen verliefen damals allerdings ergebnislos. 

Die Staatsanwaltschaft hält den Mann für dringend verdächtig, die 23-Jährige getötet zu haben. Der Haftbefehl erging wegen Totschlags. Die 23-Jährige war in ihrer Wohnung in Hannovers Südstadt Opfer des Gewaltverbrechens geworden. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass sich das Opfer und der mutmaßliche Täter aus Dessau kannten.

Frau in Hannover getötet: Tatverdächtiger vor dem Haftrichter

Update, 13. Januar: Nach dem gewaltsamen Tod einer 23-Jährigen in Hannover hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag gegen einen 34-Jährigen beantragt. Der Mann sollte noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte.

Die 23-Jährige war in ihrer eigenen Wohnung in Hannovers Südstadt Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Leiche war am späten Samstagabend von einer Zeugin entdeckt worden. Der 34 Jahre alte Tatverdächtige stellte sich am Sonntag in Dessau (Sachsen-Anhalt) der Polizei und gab an, die 23-Jährige getötet zu haben.

Beziehung von Täter und Opfer in Hannover unklar

Unklar blieb, auf welche Weise die junge Frau umgebracht wurde, ebenso unklar war zunächst, ob sie allein in der Wohnung im Hochparterre eines Mehrfamilienhauses wohnte. Die Zeugin hatte am Samstagabend Polizei und Rettungskräfte alarmiert, es konnte nur noch der Tod der 23-Jährigen festgestellt werden.

Angaben zur Todesursache machte die Sprecherin auch nach erfolgter Obduktion der Leiche zunächst nicht. Die Ermittler gingen aber weiter von einem gewaltsamen Tod der 23-Jährigen aus. In welcher Beziehung die Frau zu dem 34-Jährigen stand, blieb ebenfalls unklar.

Noch in der Nacht hatten Beamte in weißen Anzügen Spuren in der Wohnung gesichert. Schon die erste Untersuchung eines Rechtsmediziners ergab Hinweise auf ein Tötungsdelikt.

Hannover: 23-jährige Frau getötet

Originalmeldung, 12. Januar: Hannover/Dessau - Eine 23-Jährige ist in ihrer eigenen Wohnung in Hannover Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Sie wurde nach Polizeiangaben am späten Samstagabend von einer Zeugin entdeckt. Am Sonntagmorgen stellte sich in Dessau (Sachsen-Anhalt) der mutmaßliche Täter der Polizei. Der 34-Jährige sei auf einer Wache erschienen und habe angegeben, die 23-Jährige getötet zu haben, teilten die Beamten mit. Der Mann sei festgenommen worden. Zu den Hintergründen und Einzelheiten der Tat machte die Polizei am Wochenende keine Angaben.

„Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, sagte ein Polizeisprecher. Unklar blieb, auf welche Weise die junge Frau umgebracht wurde. Auch wurde nicht mitgeteilt, ob sie allein in der Wohnung im Hochparterre eines Mehrfamilienhauses in der Südstadt wohnte. Die Zeugin hatte am Samstagabend sofort Polizei und Rettungskräfte alarmiert. Allerdings konnte nur noch der Tod der 23-Jährigen festgestellt werden.

Noch in der Nacht sicherten Beamte in weißen Anzügen Spuren in der Wohnung in Hannover. Die Leiche wurde zu weiteren Untersuchungen in die Gerichtsmedizin gebracht. Schon die erste Untersuchung eines Rechtsmediziners ergab Hinweise auf ein Tötungsdelikt.

Die Kriminalpolizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, soll sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511/109 5555 melden.

dpa

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