Landgericht fällt Urteil

Nach Bluttat von Hameln: Täter muss Schmuck an Opfer zurückgeben

Hannover - Der Mann, der seine Ex-Frau mit einem Seil am Auto durch Hameln schleifte, muss dem Opfer Goldschmuck zurückgeben. Die 6. Zivilkammer des Landgerichts Hannover verurteilte ihn zur Herausgabe der Schmuckstücke, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Die Frau hatte als Klägerin geltend gemacht, sie habe Goldreifen, eine Kette, Ohrringe sowie diverse Ringe bei ihrer Trennung im Mai 2014 in der gemeinsamen Wohnung zurückgelassen. Der Mann behauptete dagegen, sie habe sämtlichen Schmuck mitgenommen. Dieses Argument sei zu spät vorgebracht worden, argumentierte die Kammer. 

Der 39-Jährige hat nun vier Wochen Zeit, das Gold herauszugeben oder 20.400 Euro Schadenersatz zu zahlen, kann aber auch Berufung einlegen. Er war in einem viel beachteten Prozess Ende Mai wegen versuchten Mordes zu einer 14-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. 

Das Urteil des Landgerichts Hannover ist allerdings noch nicht rechtskräftig, das Opfer hatte als Nebenklägerin Revision eingelegt.

Az.: 6 O 276/16 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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