„Behandelt wie Pablo Ecobar“

Vater im Zug festgenommen – weil er mit seinem Sohn kuschelt

Weil ein Vater auf einer Zugfahrt liebevoll mit seinem Sohn kuschelt, setzt eine Frau einen heimlichen Notruf ab. Es folgt ein Polizei-Einsatz inklusive Festnahme.

Hamburg/Rostock – Im Zug von Rostock nach Hamburg versucht der liebevolle Vater, seinen Sohn (7) die Zeit im Zug angenehme zu gestalten. Er tobt und spielt mit seinem Sohn. Doch genau dieses väterliche Verhalten ist Ene Slawow (55) zum Verhängnis geworden, wie die Hamburger Morgenpost berichtet. Offenbar gefiel der Ausdruck von Zärtlichkeit nicht jedem Mitreisenden auf der Fahrt durch den Norden.

Liebevolle Vater-Sohn-Beziehung führt zur Festnahme im Zug: Mitreisende setzt heimlich Notruf ab

Die Bundespolizei hat den Vater und seinen Sohn aus der Bahn geführt. (Symbolfoto)

Es fängt mit harmlosem Spielen auf der Zugfahrt an. Nach nervenaufreibenden Streiks, die den Zugverkehr stark einschränkten, fährt die Bahn aktuell ja wieder. Es wird getobt, geschmust und sich herzlich umarmt – eine innige zwischen Vater-Sohn-Beziehung eben.

Doch eine Frau sieht in dieser Vater-Sohn-Beziehung eine große Gefahr. Sie alarmiert ganz heimlich die Bundespolizei. Plötzlich schallt durch den Zug eine Durchsage. Aufgrund von „technischen Problemen“ muss der Zug einen Zwischenstopp einlegen, doch diese Ansage ist nur ein Vorwand. Kürzlich löste erst eine eigentlich harmlose Zugdurchsage von einem Bahnbegleiter hitzige Debatten aus.

Die haben mich behandelt, als wäre ich Pablo Escobar

Ene Slawow (55) wurde von der Bundespolizei aus dem Zug geholt.

Plötzlich stürmen Bundespolizisten, die unlängst erst einen Mann wegen 72-maligem Schwarzfahren vom Zug direkt ins Gefängnis beförderte, das Zugabteil und führen den liebevollen Vater und seinen Sohn nach draußen. „Die haben mich behandelt, als wäre ich Pablo Escobar“, sagt der Vater gegenüber der Hamburger Morgenpost mit Anspielung auf den berüchtigtsten Drogen-Kriminellen aller Zeiten. Alle Blicke sind auf den Vater und seinen Sohn gerichtet.

Es war „einfach unangenehm“, wie Slawow berichtet. Doch warum der 55-jährige Mann und sein 7-jähriger Sohn aus dem Zugabteil wie Pablo Escobar geführt werden, erschließt sich ihm zunächst nicht. 

Vater festgenommen, weil er mit Sohn im Zug kuschelt: Man habe ihn behandelt wie Pablo Escobar

Erst draußen wird ihm von den Bundespolizisten erklärt, dass es Hinweise für eine sexuelle Belästigung zum Nachteil seines Kindes gibt – und zwar durch ihn selbst ... den Vater. Slawow dachte zuerst, dass er nicht richtig hört. Doch die Frau, die heimlich die Bundespolizei alarmierte, hatte offenbar große Sorge um den kleinen 7-jährigen Sohn, das Kuscheln schien ihr als sexueller Übergriff.

Gegenüber der Hamburger Morgenpost sagt die Sprecherin der Bundespolizei in Rostock: „Es gibt den Verdacht einer Straftat.“ Weitere Angaben können aufgrund der laufenden Ermittlung nicht gemacht werden. 

Vier Stunden bei der Bundespolizei gefangen – Erst die Ex-Frau kann die Bundespolizei überzeugen

Der 55-jährige Vater ist fassungslos. Gegenüber der Hamburger Morgenpost sagt er: „Mein Sohn und ich haben miteinander gespielt und auch gekuschelt. Ich habe ein sehr liebevolles Verhältnis zu meinem Sohn. Es ist normal, dass wir uns umarmen und drücken.“

Ganze vier Stunden wurden der Vater und sein 7-jähriger Sohn bei der Bundespolizei festgehalten. Erst die Ex-Frau konnte die Einsatzkräfte überzeugen, dass die Vater-Sohn-Beziehung ganz unbedenklich liebevoll sei und ihr Ex-Mann den gemeinsamen Sohn nicht belästige. Dass es auch anders geht, zeigte ein anderer Vorzeige-Papa. Er wurde nämlich für seine liebevolle Geste zum Social-Media-Star: Für seine kranke Tochter rasierte sich der Vater die Haare ab*. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken

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