Problemviertel wird zur Tabuzone

Aggressive Kids belagern Straße in Hagen: Busfahrer „haben Schnauze voll“

Von Mara Schumacher

Busfahrer in Rage! Kinder und Jugendliche belagern eine Straße im nordrhein-westfälischem Hagen so massiv, dass Busse jetzt sogar Umleitungen fahren müssen.

Hagen – Die Kinder spielen mitten auf der Wehringhauser Straße – diese liegt in einem Problemviertel von Hagen. Doch würden sie nur spielen, gebe es kein Problem. Das ist aber nicht alles.

StadtHagen
BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche160,4 km²
Bevölkerung188.814 (2019)

Hagen: Eisenstangen und Steine fliegen gegen Linienbusse

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Die Kinder und Jugendlichen* attackieren allerdings regelmäßig Linienbusse, springen plötzlich zwischen geparkten Autos hervor oder spannen Seile über die Straße. Auch Fußbälle fliegen regelmäßig gegen die Busse. Doch das ist noch längst nicht alles. Die Angriffe sind mitunter richtig gefährlich.

Laut Aussagen von verschiedenen Busfahrern*, die in dem Gebiet unterwegs sind, sind auch schon Eisenstangen und Steine gegen die Busse geworfen worden. Sogar ein Fahrgast im Bus* wurde Opfer der Attacken. Ein Tischtennis-Schläger flog durch ein Fenster, das auf Kipp stand und traf den ahnungslosen Fahrgast.

Die Haltestelle „Akku Hawker“ in Hagen wird aktuell nicht angefahren. (Symbolbild)

Die betroffenen Busfahrer sind es leid, tagtäglich das Risiko in dem Problemviertel auf sich zu nehmen. „Wir haben die Schnauze voll. Ich möchte hier keine Vollbremsung einleiten oder eines der Kinder erfassen“, klagt ein Busfahrer gegenüber „Bild Plus“.

Massive Angriffe von Kindern in Hagen haben Konsequenzen

Die massiven Angriffe der Kinder und Jugendlichen* haben jetzt Konsequenzen, aber nicht für die Kinder – sondern für Fahrgäste und Busfahrer*! Die Wehringhauser Straße mit der Haltestelle* „Akku Hawker“ ist nun Tabuzone in Hagen und wird nicht mehr angefahren. Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) zog diese Konsequenz, nachdem es einen Unfall mit einem fünfjährigen Kind gegeben hatte.

Auch die Leitstelle der Hagener Straßenbahn AG (HST) zieht nach: Die Gelenkbusse der Linie 542 müssen eine Umleitung nehmen, die Haltestelle „Akku Hawker“ fällt für 64 Busse aus dem Fahrplan. In Hamburg krachte erst kürzlich ein Linienbus in einen VW-Polo*, weil dieser über der Busspur wenden wollte. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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