Gutachten veröffentlicht

Niedersachsen bei Grundschulausgaben im Durchschnitt

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Hannover - Bei Finanzierung und Ausstattung der Grundschulen gibt es bundesweit große Unterschiede. Während der Stadtstaat Hamburg 8700 Euro pro Schüler und Jahr ausgibt, sind es beim Schlusslicht Nordrhein-Westfalen lediglich 4800 Euro, geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Gutachten des Bildungsökonomen Klaus Klemm (Essen) hervor. Niedersachsen liegt genau im Durchschnitt.

Für das Land zwischen Nordsee und NRW vermeldet das Gutachten 5600 Euro, was dem Schnitt der 16 Bundesländer an den öffentlichen Grundschulen im Jahr 2013 entspricht. Geringfügig unter dem Bundesdurchschnitt liegt Niedersachsen mit 24 Wochenpflichtstunden für Grundschüler im Schuljahr 2013/2014.

Klemm erstellte das Gutachten im Auftrag des Grundschulverbands. Dieser sieht in Deutschland erheblichen Nachholbedarf für die Grundschulen. Wegen unterschiedlicher Etats in den Bundesländern verzichtete der Verband jedoch auf ein gesondertes Ranking.

Genau aus diesem Grund bewertete das Kultusministerium in Hannover Vergleiche als schwierig. Die Rahmenbedingungen wie etwa der Anteil des Ganztagssegments und der Stand bei der Integration behinderter Kinder seien unterschiedlich, sagte eine Sprecherin. In Niedersachsen sei seit 2013 erheblich in die Grundschulen investiert worden, vor allem wurde das Ganztagsangebot ausgeweitet. Auch in die inklusive Schule, die seit 2013/2014 schrittweise eingeführt wird, investiere das Land. Weitere Investitionen gab es wegen des Flüchtlingszuzugs.

dpa

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