Drei Millionen Euro Schaden

Grundschule brennt aus

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Verbrannte Trümmer der Grundschule in Echem

Echem - Bei einem nächtlichen Großbrand ist eine Grundschule im Landkreis Lüneburg völlig zerstört worden.

Die Polizei schätzte den Schaden in Echem am Donnerstagmorgen auf rund drei Millionen Euro, erklärte eine Sprecherin. Rund 130 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Verletzt wurde niemand. In Niedersachsen sind zurzeit Osterferien.

Am Nachmittag gab es an anderer Stelle im Ort eine Brandstiftung

„Wir können weder eine technische Ursache noch Brandstiftung als Ursache ausschließen - die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, hieß es von der Polizei am Morgen. Am Nachmittag zuvor war bereits in der Nähe ein Unterstand für Pferde auf einer Wiese niedergebrannt, wie der NDR berichtete. „Zumindest bei diesem ersten Feuer handelt es sich vermutlich um eine Brandstiftung“, sagte Sprecherin Antje Freudenberg am Donnerstag in Lüneburg.

Brand der Grundschule in Echem

Ob es einen Zusammenhang mit dem Feuer in der Grundschule gebe, sei aber noch unklar, sagte sie. Der Brand im Unterstand werde aber in die Ermittlungen mit einbezogen. Pferde kamen nicht zu Schaden. Das Schulgebäude und die Sporthalle brannten komplett aus, am Morgen standen nur noch die Außenmauern und Teile des Dachstuhls. Kleine Rauchschwaden stiegen aus den Resten der Turnhalle auf.

„Der ganze Ort ist wie paralysiert“

„Das ist eine Katastrophe“, sagte ein älteres Ehepaar vor den Resten des roten Backsteinbaus. „Das war deine Schule, mein Liebling“, sagte eine Mutter zu ihrem Kind am Zaun. Eine Anwohnerin hatte das Feuer gegen Mitternacht gemeldet. „Bei Eintreffen der Einsatzkräfte brannten das Schulgebäude und die dazugehörige Sporthalle bereits in vollem Ausmaß“, sagte Freudenberg.

Verbrannte Trümmer der Grundschule Echem

Der Brand habe sich nach ersten Erkenntnissen aus zunächst ungeklärter Ursache im Heizungsraum entzündet, hieß es in der Nacht zunächst. Die Flammen hätten dann auch auf die angrenzende Turnhalle übergegriffen. „Wir stehen hier jetzt mit einem Riesenproblem, der ganze Ort ist wie paralysiert“, sagte Steffen Schmitter (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Echem mit rund 1000 Einwohnern. „Das wird für die Schüler schwer - hier ist alles weg“, meinte Schmitter auch mit Blick auf über die Feiertage zurückgelassenes Eigentum.

Unklar, wie es weitergehen soll

Doch nicht nur Schüler und Eltern seien betroffen. „Das ist auch ein großer Schlag für das soziale Leben im Dorf. Unsere Vereine nutzen die Halle und auch das Rote Kreuz“, so Schmitter weiter. Noch sei offen, wie es weitergehen soll. „Wir müssen die Beratungen mit der zuständigen Samtgemeinde Scharnebeck abwarten“, sagte er. Die ehemalige Grundschule Echem gehörte seit 2008 als Außenstelle zur Grundschule Hohnstorf. In Echem wurden zuletzt rund 60 Schüler und Schülerinnen unterrichtet.

Verbrannte Trümmer der Grundschule Echem

Um den Fortbestand zu sichern, hatte der Samtgemeinderat Scharnebeck 2013 die Satzung des Schulbezirks geändert. Eltern aus zwei anderen Gemeinden mussten ihre Kinder seitdem in Echem einschulen. Derzeit wird diskutiert, die Schulsatzung erneut zu ändern, wie die Lüneburger „Landeszeitung“ am Donnerstag berichtete.

dpa

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