Grippe-Impfung kann helfen

Zahl der Grippefälle in Niedersachsen steigt - Grippewelle steht bevor

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In Niedersachsen steigt die Zahl der Grippefälle. Eine Grippewelle könnte bevorstehen.

Die Zahl der Grippefälle in Niedersachsen steigt deutlich an. Eine Grippewelle steht bevor. Die Impfung wird noch immer empfohlen.

  • Grippe in Niedersachsen: Zahl der Erkrankten steigt an
  • Grippewelle in Niedersachsen steht bevor
  • Grippe-Impfung wird weiter empfohlen

Update, 14. Januar: Das Landesgesundheitsamt sieht Anzeichen für eine Grippewelle in Niedersachsen. Landesweit sei eine deutlich steigende Zahl von Grippemeldungen verzeichnet worden, teilte die Behörde am Dienstag in Hannover mit. In der vergangenen Woche seien in 22 Prozent der eingesandten Rachenabstriche von Patienten mit akuten Atemwegsinfekten Influenzaviren nachgewiesen worden. „Ab einem Anteil von 20 Prozent Influenza-positiver Proben sprechen wir von der epidemischen Phase der Grippewelle“, sagte der Präsident des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz.

Zwei Influenza-Todesfälle

Bisher seien zwei durch Laboruntersuchungen bestätigte Influenza-Todesfälle registriert worden, teilte das Landesgesundheitsamt mit. Die Grippe führe häufig nicht unmittelbar, sondern in Verbindung mit vorher bestehenden Grunderkrankungen zum Tod.

Höhepunkt der Grippewelle im Februar

Nachgewiesen worden seien die beiden Influenza-A-Virustypen A(H1N1)pdm09 und A(H3N2). In den Wochen zuvor seien vereinzelt auch Influenza-B-Viren nachgewiesen worden. „Wie stark die Grippewelle in diesem Jahr ausfallen wird, können wir nicht vorhersehen“, betonte Pulz. „Den Höhepunkt der Grippewelle erwarten wir erst im Februar, deshalb kann man sich auch jetzt noch impfen lassen.“ Die volle Schutzwirkung setze erst etwa zwei Wochen nach der Impfung ein.

Originalmeldung, 10. Januar: Hannover - Die Gesundheitsämter in Niedersachsen verzeichnen eine steigende Zahl von Grippemeldungen. Dennoch lässt sich zurzeit aus Sicht des Landesgesundheitsamtes noch nicht von einer Grippewelle sprechen. 

In der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres 2020 liege die Positiv-Rate beim Influenza-Virus bei 15 Prozent, sagte am Freitag Dagmar Ziehm, Sprecherin des Landesgesundheitsamtes. „Wir sprechen vom Beginn der Influenza-Welle erst, wenn es 20 Prozent sind“, sagte sie.

Zahl der Grippefälle in Niedersachsen relativ hoch 

Allerdings ist die von den Laboren gemeldete Grippefälle-Zahl in Niedersachsen mit Blick auf den Anfang der Saison bereits relativ hoch. Das könne aber auch dadurch kommen, weil jetzt mehr getestet werde. „Wir halten diese Zahlen nicht für so aussagekräftig“, sagte Ziehm. Schließlich gingen nicht alle Erkrankten auch zum Arzt. 

Die Positiv-Rate sei das härtere Kriterium. Diese werde in Zusammenarbeit mit Arztpraxen erhoben, die Abstriche von Patienten mit grippeartigen Symptomen direkt an Landesgesundheitsamt schicken. Das Labor untersuche die Proben auch auf andere Viren.

Grippewelle in Niedersachsen kann kurzfristig kommen

Erst wenn bei einem Fünftel dieser Proben der Influenza-Virus nachgewiesen werde, könne man von einer Grippewelle sprechen. Allerdings seien die erhöhten Meldezahlen durchaus ein Hinweis darauf, dass die Menschen kränker seien. Es könne durchaus sein, dass die Grippewelle in der nächsten Woche in Niedersachsen beginne - vielleicht aber auch nicht. „Wir raten zu einer Grippe-Schutzimpfung - es ist nicht zu spät“, sagte Ziehm.

Aktuell wird in Deutschland eine Grippe-Impfung mit einem Vierfach-Impfstoff empfohlen. In der Regel werden die Kosten für die Grippe-Impfung von der jeweiligen Krankenkasse übernommen. Insbesondere für Senioren über 60 Jahren, chronisch Kranke und Schwangere wird eine Impfung vom Robert-Koch-Institut empfohlen. Gegen einen grippalen Infekt oder eine Erkältung hilft die Impfung allerdings nicht.

dpa/jdw

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