Suchmaschinen-Logo angepasst

UNESCO-Weltkulturerbe: Google feiert Wattenmeer mit besonderer Startseite

Google macht auf der Startseite seiner Suchmaschine auf die Bedeutung des Wattenmeers aufmerksam. Was macht das UNESCO-Weltkulturerbe überhaupt so besonders?

Niedersachsen – Das niedersächsische Wattenmeer und das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer sind zwei der bedeutsamsten Naturräume in ganz Deutschland und belegen Platz 1 (Schleswig-Holstein) und Platz 2 (Niederachsen) der größten Nationalparks bundesweit.

LandschaftWattenmeer
Fläche14.900 km²
GrenzorteSkallingen, Dänemark und Den Helder, Niederlande
Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste30. Juni 2009

Der Großkonzern Google hat am Mittwoch mit einer angepassten Startseite seiner Suchmaschine auf die Bedeutung der Wattenmeere der Welt aufmerksam gemacht. Wer etwas suchen will, stößt auf eine dynamisch animierte Darstellung des Wattenmeers verbunden mit dem Google-Logo. Warum sind Wattenmeere so wertvoll für uns Menschen?

Am 30. Juni 2009 erklärte die UNESCO das Wattenmeer zum Weltkulturerbe. Nun feiert Google dieses Event mit einem sogenannten Startseiten-Doodle. Das Wattenmeer in Deutschland ist vor über 7500 Jahren entstanden und gehört zur größten zusammenhängenden Wattlandschaft weltweit. Die Gezeiten lassen das Wasser alle sechs Stunden im Wattenmeer im Wechsel ein- und ausfließen.

Das ist eines der drei Motive, das Google zur Ehrung des Wattenmeeres auf der Startseite seiner Suchmaschine platziert hat.

Mit einer Fläche von 4414 Quadratkilometern ist der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer der größte Nationalpark in ganz Deutschland. Dahinter folgt das Niedersächsische mit 3458 Quadratkilometern. In diesen Nationalparks, der sich übergreifend von Dänemark bis Niederlande erstreckt, leben mehr als 10.000 Tierarten.

Das Wattenmeer spiele eine Schlüsselrolle für ökologische Zusammenhänge, die weit über das Watt hinausreichen. Zum Beispiel ist es Laichplatz für zahlreiche Fischarten und gilt als größter Rastplatz für Zugvögel in Europa. Darüber hinaus schützt das Wattenmeer die Küste vor Hochwasser und Sturmfluten.

Wattenmeer wird erweitert

Erst vor kurzem wurde das Unesco-Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer um eine sogenannte Entwicklungszone erweitert. Der Landtag in Hannover hatte eine entsprechende Änderung des Gesetzes zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer beschlossen. Die Unesco hatte das Wattenmeer 1993 auf der Fläche des Nationalparks als Biosphärenreservat anerkannt. Um diesen Titel langfristig zu sichern war nach Unesco-Vorgaben die Ausweisung einer Entwicklungszone notwendig geworden.

Das Wattenmeer in Niedersachsen wird um eine weitere sogenannte Entwicklungszone vergrößert.

Bislang hat das Biosphärenreservat zwei Zonen, in denen die Natur besonders geschützt ist. In der neuen, angrenzenden Entwicklungszone werden nun auch Siedlungsräume auf den Inseln und in Teilen der Küstenregion aufgenommen. Künftig wird dort nachhaltiges Wirtschaften etwa im Tourismus und bei der Landnutzung modellhaft gefördert. Kommunen auf den Inseln und an der Küste können selbst entscheiden, ob sie Teil der Entwicklungszone werden wollen.

Als mögliche „Biosphärengemeinden“ kommen nach Angaben der Nationalparkverwaltung insgesamt 30 Gemeinden und drei kreisfreie Städte infrage.

Diese Tatsachen sollten Google wirklich mal ein Doodle wert sein. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © google

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