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Golf, Tiguan und Co.: vorläufiger Bestellstopp für Hybridmodelle bei VW

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Von: Johannes Nuß

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Die Versorgung mit Chips sorgt bei den Autobauern weiter für Schwierigkeiten. Bei Volkswagen in Wolfsburg können aktuell keine Hybridmodelle bestellt werden.

Wolfsburg – Bereits seit dem vergangenen Spätsommer kämpfen Autobauer weltweit mit Problemen bei der Chipversorgung. Ganze Produktionsstraßen fallen derzeit immer wieder aus, Mercedes in Bremen musste teilweise die Produktion drosseln, des Öfteren Kurzarbeit anmelden und schließlich konnten auch Leiharbeiter nicht mehr in vollem Umfang weiterbeschäftigt werden. Inzwischen betrifft es auch die Hybridsparte beim größten deutschen Autobauer Volkswagen. Dort herrscht seit dieser Woche ein Bestellstopp für mehrere Modelle mit Hybridantrieb. Erst im Herbst war die Rede von 30.000 Stellen, die bei VW gestrichen werden sollten.

Golf, Tiguan und Co.: vorläufiger Bestellstopp für Hybridmodelle bei VW aufgrund von Chipmangel

Von dem Bestellstopp berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Händlerkreise. Zudem wird die „aktuell dramatische Situation in der Ukraine“ genannt. Aktuell geht VW-Chef Herbert Diess davon aus, dass die Krise in der Ukraine die Wirtschaft härter treffen könnte aus die Corona-Pandemie. Aus der Ukraine beziehen auch andere Autohersteller Einkäufe, etwa für Kabel und Kabelsysteme. Am Mittwoch konnten „alle derzeit verfügbaren“ Plug-in-Hybridversionen des Golf, Tiguan, Passat, Arteon und Touareg nun vorerst zum letzten Mal von den Kunden geordert werden. Auch für diese Exemplare könne aber eine Auslieferung im laufenden Jahr nicht garantiert werden, heißt es in dem Bericht.

Ein Ladestecker steckt in einer Stromtankstelle des Volkswagen-Werks in Wolfsburg (Niedersachsen) in einem Hybrid-Golf.
Aktuell geht VW-Chef Herbert Diess davon aus, dass die Krise in der Ukraine die Wirtschaft härter treffen könnte aus die Corona-Pandemie. (kreiszeitung.de-Montage) © Sebastian Gollnow/Hendrik Schmidt/dpa

Die Konzernzentrale in Wolfsburg bestätigte den Schritt auf Anfrage. Das Interesse an den kombinierten Elektro- und Verbrennerfahrzeugen sei hoch – die Produktionsmöglichkeiten könnten mit dem Bestellaufkommen nicht mithalten.

Kunden mussten schon zuletzt teils sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Neben den Lieferausfällen spielt die Unsicherheit über die künftige Förderung von Hybridwagen nach 2022 eine Rolle. Andere Autobauer schränkten ebenfalls Bestellmöglichkeiten ein – so etwa im Februar Mercedes-Benz für seine E-Klasse-Limousine in Deutschland.

Bestellstopp für Hybridmodelle bei VW: Elektrovariante des VW-Modells E-Up nicht mehr betroffen

Im VW-Händlernetz heißt es zu den Hybridautos: „Für die betreffenden Fahrzeuge kann es sein, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Auslieferung die dann geltenden Voraussetzungen für den Umweltbonus (inklusive Innovationsprämie) nicht mehr erfüllt oder dass keine Förderung mehr oder nur noch eine reduzierte Förderung gewährt wird.“

Für die Elektrovariante des kleinsten VW-Modells, den E-Up, hatten die Wolfsburger hingegen erst kürzlich einen Bestellstopp aufgehoben. Der Wagen war wegen der Zulieferprobleme bei gleichzeitig hoher Nachfrage längere Zeit aus dem Programm genommen worden. Seit März ist er aber bei einigen Händlern in einer zunächst limitierten Stückzahl wieder verfügbar. VW erklärte, man sei dabei vorangekommen, die während der vergangenen eineinhalb Jahre aufgelaufenen Aufträge abzuarbeiten. Der E-Up solle „zeitnah“ neu bestellt werden können. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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