Nach Sexismus- und Antisemitismus-Vorwürfen

Studentenwerk und Künstler reagieren betroffen

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Sexismus-Vorwürfe Universität Göttingen

Göttingen - Mit Betroffenheit haben das Studentenwerk Göttingen und die beteiligten Künstler auf Sexismus- und Antisemitismus-Vorwürfe gegen Bilder in der Uni-Mensa reagiert.

Es sei zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt gewesen, "herabwürdigende Darstellungen von Juden wieder aufleben zu lassen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Mittwoch bei einer Pressekonferenz verlesen wurde. 

Die Jüdische Gemeinde Göttingen hatte gerügt, dass in der Ausstellung eine Karikatur gezeigt wurde, auf der Albert Einstein mit Schweineohren zu sehen ist. Studierende und die Uni-Gleichstellungsbeauftragte hatten zuvor auch Zeichnungen von nackten Brüsten und einem Po als sexistisch und diskriminierend kritisiert.

Die achtköpfige Künstlergruppe "Das KomiTee" habe daraufhin beschlossen, alle 45 Werke der Ausstellung "Geschmackssache" abzuhängen. Das Studentenwerk habe die Ausstellung deshalb abgehängt, sagte Geschäftsführer Jörg Magull. 

Die dem "KomiTee" angehörende Künstlerin Marion Vina zeigte sich "erschreckt" über die massive Kritik, die sie und ihre Mitstreiter unvermittelt getroffen habe. Der Vorwurf des Antisemitismus sei verletzend. Ihre eigenen Bilder mit der Darstellung unbekleideter Menschen seien "im Vergleich zu vielem, was in der Werbung zu sehen ist, eher harmlos". Zudem handele es sich wie bei allen übrigen Bildern der Ausstellung um Satire.

dpa

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