Prozess um Organspendeskandal wird verlängert

Göttingen -  Der seit August 2013 laufende Prozess um den Transplantations-Skandal am Göttinger Universitätsklinikum wird länger dauern als zunächst erwartet. Ursprünglich hatte das Landgericht Göttingen das Verfahren bis Mai dieses Jahres terminiert.

Jetzt seien zunächst noch neun Verhandlungstage bis Juli angesetzt worden, sagte eine Sprecherin am Freitag und bestätigte Medienberichte. Die Beweisaufnahme sei sehr aufwendig. Zudem seien weitere Anträge gestellt worden. Außerdem müssten noch Gutachten eingeholt werden.

In dem Prozess muss sich der frühere Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin verantworten. Ihm wird versuchter Totschlag in elf und Körperverletzung mit Todesfolge in drei Fällen vorgeworfen. Er soll durch Manipulation medizinischer Daten dafür gesorgt haben, dass seine Patienten früher Spenderorgane bekamen. Andere kränkere Menschen hätten deshalb keine Organe bekommen und seien deshalb möglicherweise gestorben. In drei Fällen soll der Arzt Organe übertragen haben, obwohl dies medizinisch nicht angebracht war. Die Patienten waren später gestorben. dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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