Polizei setzt Tränengas ein

SPD-Abgeordnete Andretta bei Demo gegen Rechts verletzt

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Die SPD-Abgeordnete Andretta (Mitte) wurde In Göttingen bei einer Demo gegen Rechts verletzt.

Göttingen - Rund 500 Demonstranten haben am Samstag in Göttingen gegen einen rechten Aufmarsch protestiert. Es kam zu Rangeleien zwischen Demo-Teilnehmern und der Polizei. Dabei bekam auch die SPD-Abgeordnete Gabriele Andretta Pfefferspray ab.

Bei Protesten gegen einen rechten Aufmarsch in Göttingen sind am Samstag mehrere Demonstranten durch Pfefferspray verletzt worden, darunter die SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta. Noch vor dem Eintreffen der rund 50 Teilnehmer des rechten Aufmarsches sei es zu Rangeleien zwischen den etwa 500 Gegendemonstranten und Beamten gekommen, teilte die Polizei mit.

Dabei seien Tränengas und Pfefferspray eingesetzt worden. Etliche der Demonstranten, die eine Absperrung durchbrochen hatten, wurden in Gewahrsam genommen. Auch ein Beamter wurde den Angaben zufolge verletzt. Gegen insgesamt 15 Personen wurden Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Landfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Die beiden Kundgebungen seien im Anschluss friedlich verlaufen - abgesehen davon, dass die Beamten permanent mit Obst und Gemüse beworfen worden seien, teilte die Polizei mit. Augenzeugen berichteten, dass einige mit Fackeln und Leuchtraketen ausgerüstete Gegendemonstranten zunächst eine Polizeiabsperrung am Hauptbahnhof durchbrochen hätten. Darauf sei die Polizei unverzüglich eingeschritten. In dieser Situation habe auch die Göttinger Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin Andretta Pfefferspray abbekommen.

Unklar war zunächst, von welcher Seite es versprüht wurde. Es werde angenommen, dass die Abgeordnete während des Angriffs der Störer schlichtend in die Situation eingreifen wollte, teilte die Polizei mit. Die SPD-Politikerin sei zunächst von einem Polizeiarzt versorgt worden, anschließend wurde sie mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Der rechtsextreme "Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen" hatte den Aufmarsch auf dem Bahnhofsvorplatz organisiert. Das "Bündnis gegen Rechts" hatte zu einer Gegenkundgebung aufgerufen.

dpa

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