Göhrdeschlacht diesmal mit wenigen Pferden nachgestellt

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Rund 400 Hobby-Soldaten sind 200 Jahre nach der Göhrdeschlacht an den Originalschauplatz gekommen, um das Gefecht von 1813 an den Steinker Höhen zu Lüben im Kreise Lüneburg noch einmal auszufechten.

Dahlenburg - Gut 200 Darsteller haben am Samstag die Göhrdeschlacht von 1813 östlich von Lüneburg nachgestellt. Das Gefecht aus der Zeit der Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft wird alle zwei Jahre am Originalschauplatz bei Lüben gezeigt.

In der Schlacht besiegte eine zahlenmäßig überlegene Allianz aus Preußen, Engländern und Russen die französischen Einheiten. Prächtige Reiter waren diesmal wegen des Dauerregens kaum zu sehen. „Der weiche Boden ist sehr schwer für die Pferde zu nehmen“, sagte die Sprecherin der Veranstaltung, Sabine Kulau. Viele Pferdebesitzer seien deshalb erst gar nicht angereist.

Rund 1000 Zuschauer waren trotz des ungemütlichen Wetters gekommen. Am Sonntag sollte die Schlacht noch einmal gezeigt werden. Die Darsteller kamen aus ganz Mitteleuropa. Die Franzosen verloren an den Steinker Höhen eine wichtige Nachschubverbindung. „Es war das erste siegreiche Gefecht gegen die damalige französische Besatzung und läutete den Niedergang Napoleons ein“, sagte Organisator Markus Dauber von der Samtgemeine Dahlenburg.

Unter den am 16. September 1813 in der Göhrde gefallenen Soldaten war auch eine Frau. Als Mann verkleidet hatte sich die 28-jährige Eleonore Prochaska einem Freikorps angeschlossen.

In diesem Jahr steht auch das Biwakleben im Vordergrund, ein Lazarett und eine Schmiede können besichtigt werden. Auch die mehr als 400 in der Schlacht getöteten Pferden sind Thema. Es geht bei den sogenannten Reenactments von Schlachten um möglichst detailgenaue und erlebbar gemachte Geschichte, nicht um Militärverherrlichung, wie die Veranstalter betonten.

dpa

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