„Glücksatlas“ der Deutschen Post

Menschen im Norden Niedersachsens sind glücklicher

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Symbolbild

Hannover - Glücklicher an der Küste: Menschen in Nordniedersachsen sind zufriedener als im Süden des Landes. Auch der Spitzenreiter des „Glücksatlas“ liegt am Meer. Doch auch am Meer gibt es Glückshemmer.

Menschen, die in Nordniedersachsen leben, sind glücklicher als im Süden des Bundeslandes. Das ergibt sich aus dem „Glücksatlas“, den die Deutschen Post am Mittwoch in Bonn veröffentlich hat. Darin wird Niedersachsen in zwei Gebiete unterteilt. An der Nordsee leben demnach die glücklicheren Menschen mit 7,17 von 10 möglichen Punkten. Der Süden Niedersachsens kommt auf 7,08 Punkte. Die Bewohner der Küste waren vor allem mit ihrer Wohnsituation und Freizeitgestaltung überdurchschnittlich zufrieden.

Beide Landesteile liegen über dem Bundesdurchschnitt. Dem „Glücksatlas“ zufolge ist das Glücksniveau in Deutschland insgesamt auf 7,02 Punkte gestiegen. Seit 2006 ist die Lebenszufriedenheit damit um fast 0,3 Punkte gewachsen. Für den Atlas werden 19 Regionen in Deutschland untersucht. Grundlage der Befragung ist eine Skala von 0 bis 10. Der Abstand zwischen Ost und West hat sich demnach verringert und ist so klein wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Ausgewertet wurden Daten des sozio-ökonomischen Panels und des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Die günstigen Miet- und Kaufpreise für Wohnungen und Häuser seien ein Grund für die hohe Zufriedenheit der Küstenanwohner in Niedersachsen, heißt es in der Studie. Ein Baugrundstück in Nordniedersachsen koste nur halb so viel wie ein Bauplatz im Bundesdurchschnitt. Auch die Nordsee trägt zum Glücklichsein bei: Bundesweiter Spitzenreiter ist erneut Schleswig-Holstein. Und auch der Anrainerstaat Dänemark ist bei Umfragen regelmäßig unter den zufriedensten Ländern weltweit.

Ein Glückshemmer in beiden Landesteilen ist die Gesundheit: Hier sind die Niedersachsen mit 6,4 (Süden) und 6,6 (Norden) im bundesweiten Vergleich weniger oder nur durchschnittlich zufrieden. Die Studie erklärt diesen Wert unter anderem mit einem hohen Bevölkerungsanteil, der medizinisch gepflegt werden muss. Ein weiterer Grund für weniger Zufriedenheit sei das geringere Einkommen der Niedersachsen im Bundesvergleich.
dpa

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