Ursachenforschung geht los

„Glory Amsterdam“ wird in Wilhelmshaven untersucht

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Der havarierte Frachter „Glory Amsterdam“ erreicht den Hafen von Wilhelmshaven.

Wilhelmshaven - Mit der Ankunft des Frachters „Glory Amsterdam“ in Wilhelmshaven geht die Ursachenforschung los. Geprüft werden aber auch rechtliche Konsequenzen.

Nach der Havarie der „Glory Amsterdam“ hat die Ursachenforschung des Unglücks begonnen.Der am Donnerstagabend nach Wilhelmshaven geschleppte Frachter wird derzeit im Binnenhafen der Seestadt seitens der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung inspiziert, teilte das niedersächsische Umweltministerium am Freitag mit. "Diese Untersuchung wird voraussichtlich wenige Tage in Anspruch nehmen", sagte eine Sprecherin. Auch die seerechtlichen Konsequenzen werden von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes geprüft. Die Ruderanlage solle in Bremerhaven repariert werden.

Das Schiff war am Wochenende aufgrund des Sturms „Herwart“ rund zwei Kilometer vor der ostfriesischen Insel Langeoog auf einer Sandbank gestrandet. Die Ruderanlage war ausgefallen. Versuche des Rettungsschleppers „Nordic“, das Schiff wegzuschleppen, scheiterten, weil die Schlepptrossen mehrfach brachen. Die Bergung gelang erst am Donnerstag, nachdem zwei andere Schlepper eine Leinenverbindung zu dem Frachter herstellen konnten und das Ballastwasser abgepumpt worden war. Die lange Dauer der Bergung war vom Langeooger Inselbürgermeister Uwe Garrels (parteilos) kritisiert worden. Das Rettungskonzept des Havariekommandos habe nicht funktioniert.

„Die Havarie ist eine Warnung“

Eine Sprecherin des Havariekommandos sagte, es werde auch eine interne Aufarbeitung des Rettungseinsatzes geben. Sie sprach aber auch von Kommunikationsproblemen mit der Crew der „Glory Amsterdam“, die unter der Flagge von Panama fährt.

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte dem Havariekommando Dank für den Einsatz ausgesprochen. Bei der Untersuchung der Havarie müsse unter anderem auch die Ausbildung des Kapitäns und der Mannschaft überprüft werden. Denkbar sei, ein spezielles Notschleppgeschirr auf für Schiffe dieser Größenklasse verpflichtend zu machen. „Die Havarie ist eine Warnung“, sagte Wenzel. Die Verkehrssicherheit auf See müsse auf den Prüfstand, um Schäden für die Inseln und die Küsten sicher vermeiden zu können.

dpa

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