Gewinne vorgetäuscht - mutmaßliche Betrüger vor Gericht

Osnabrück - Wegen bandenmäßigen Betrugs und Beihilfe müssen sich von Montag an sechs Angeklagte vor dem Osnabrücker Landgericht verantworten.

Sie sollen ihren Opfern vorgegaukelt haben, Anwälte oder Notare zu sein und hatten Gebühren für die Bearbeitung vermeintlicher Gewinne bei Auslosungen großer Versandhäuser verlangt. Bei den Opfern handelte es sich vor allem um ältere Bürger, teilte ein Sprecher des Landgerichts Osnabrück am Freitag mit. Insgesamt ist laut Staatsanwaltschaft ein Schaden von 900 000 Euro entstanden.

Den Angeklagten im Alter von 24 bis 33 Jahren wird vorgeworfen, von Juni 2012 bis 2014 ihre Opfer über angebliche Gewinne informiert zu haben, für deren Auszahlung aber noch Kosten zu begleichen wären, etwa für Notare oder den Zoll. Für die Anschreiben benutzten sie Briefköpfe fiktiver Anwalts- und Notarkanzleien. Sei einmal der Kontakt hergestellt worden, hätten die Angeklagten mit verschiedenen Vorwänden weitere Geldzahlungen von ihren Opfern erschwindelt. Während viele Angeschriebene die Briefe und Anrufe ignorierten, hätten einige aber auch Beträge zwischen 300 und 38 000 Euro überwiesen. Für die Hauptversammlung sind bislang Termine bis zum kommenden Mai anvisiert.

dpa

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