Millionenschaden

Gesprengte Geldautomaten: Polizei nimmt mehrere Personen fest

Der Polizei Osnabrück ist ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Eine Bande, die Geldautomaten sprengte, wurde nun gefasst. Insgesamt wurden 23 mutmaßliche Täter ermittelt.

Osnabrück - Nach einem Millionenschaden durch bundesweit 15 Geldautomatensprengungen haben Behörden aus Deutschland und den Niederlanden insgesamt 23 mutmaßliche Täter ermittelt. Neun Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft, teilte die Polizeidirektion Osnabrück am Donnerstag mit. Die Geldautomaten wurden im vergangenen Jahr gesprengt, betroffen waren Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen (Itterbeck und Schüttorf), Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Bayern.

Deutsche und niederländische Ermittler führten die Durchsuchungen gemeinsam durch. Europol und Eurojust waren mitbeteiligt.

Am Dienstag, 28. September wurden drei Tatverdächtige bei Durchsuchungen in den Niederlanden festgenommen. Sie sitzen im Nachbarland in Untersuchungshaft und sollen nach Deutschland ausgeliefert werden.

23 Personen ermittelt: Trainingszentrum in den Niederlanden entdeckt

Vor rund eineinhalb Jahren begannen die Ermittlungen der Osnabrücker Strafverfolgungsbehörde gegen eine Gruppe aus Utrecht (Niederlande) wegen des Verdachts der Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion sowie Verabredung zum Verbrechen. Ein 29 Jahre alter mutmaßlicher Täter bestellte unter dem Vorwand der künstlicheren Nutzung Geldautomaten in die Niederlande. Diese soll der Mann mit einem Komplizen genutzt haben, um die Sprengung zu trainieren.

Deutsche und niederländische Ermittler stellten bei der Durchsuchungsaktion unter anderem eine Geldzählmaschine, über 20 Handys und Bargeld in vierstelliger Höhe sicher.

Deutsche und niederländische Behörden ermittelten daraufhin gemeinsam. Die Polizei in Osnabrück ermittelt unter anderem schwerpunktmäßig gegen besondere Diebstahl- und Betrugsdelikte.

Gesprengte Geldautomaten: Über 400 Fälle in Deutschland in 2020

Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr 414 Geldautomaten in Deutschland gesprengt. Die sind 19 Prozent mehr als noch 2019. Ein Großteil der Tatverdächtigen stamme aus den Niederlanden.

Der niedersächsische Innenminister, Boris Pistorius, sprach von einem „großen Erfolg“. „Mit diesem Schlag ist es der Polizei unter Federführung einer Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Osnabrück in enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in den Niederlanden und Europol gelungen, erstmals auch an die logistische und organisatorische Ebene dieser besonderen Form der Kriminalität heranzukommen“, sagte Pistorius. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Polizei

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