Jagdgesetz

Gesetzentwurf: Niedersachsen will Abschuss von Wild erleichtern

Ein Jäger mit seinem Gewehr und ein springender Rehbock
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Niedersachsen: Gesetzesänderung soll die Jagd auf Rot-, Dam- und Muffelwild erleichtern. (kreiszeitung.de-Montage)

Niedersachsen will durch Änderung des Jagdgesetzes den Abschuss von Wildtieren erleichtern. Statt dem Wolf geraten nun Rot-, Dam- und Muffelwild ins Fadenkreuz.

Hannover – Der Abschuss von Wild soll in Niedersachsen erleichtert werden. Das geht aus dem Entwurf zur Novellierung des Jagdgesetzes hervor, das am Dienstag, 24. August durch das Kabinett gebilligt wurde. Unter anderem sieht der Gesetzesentwurf dreijährige Abschusspläne für Rot-, Dam- und Muffelwild vor. Bisher gab es einjährige Abschusspläne mit Ausnahme des Rehwildes. In diesem Bereich wird der Bestand bereits seit dem Jahr 2001 über dreijährige Abschusspläne reguliert. Die Gesetzesnovellierung wird seit langem – auch auf Bundesebene – diskutiert und hatte in der Vergangenheit Förster und Jäger gegeneinander aufgebracht*.

Bundesland in Deutschland:Niedersachsen
Landeshauptstadt:Hannover
Fläche:47.709,82 Quadratkilometer
Einwohner:8.003.421 (Stand: 31. Dezember 2020)
Regierungschef:Stephan Weil (SPD)

Die Novellierung hätte einen ganz entscheidenden Vorteil, wie die niedersächsische Staatskanzlei in einer Erklärung mitteilt: Wird die Frist von einem auf drei Jahre erhöht, könnten somit viele Genehmigungen von Abschussplänen und Nachbewilligungen von Abschüssen im laufenden Jahr entfallen.

Land Niedersachsen will Abschuss von Wild erleichtern: Wolf bleibt bei Plänen außen vor

Der bisher übliche Abschussplan für Rehwild wird den Angaben zufolge durch einen Abschussplan mit maximal 30-prozentiger Überschreitung ersetzt. So könnten Jägerinnen und Jäger ohne behördliche Maßregelungen Rehwild entsprechend erlegen, hieß es. Die Bejagung des Rehwildes werde damit verstärkt in die Verantwortung der Revierinhaber und Grundbesitzer gelegt.

Grund für die Gesetzesänderung ist laut Landesregierung, dass bei zu hohen Beständen von Schalenwild – also Wildschweinen, Rehen oder auch Rot- und Damwild – die Wälder etwa durch das Verbeißen sich nicht so verjüngen können wie es notwendig wäre. Gerade mit Blick auf rund 50.000 Hektar Waldfläche, die in den vergangenen drei Jahren durch Stürme und Dürren entstanden sind, die wieder aufgeforstet werden müssen, will man sich so Schutzmaßnahmen sparen.

Unter normalen Umständen müssten die neu angepflanzten Bäume dort durch beispielsweise Zäune geschützt werden. Die Aufforstung erfolgt auch zum Schutz des gesamten Lebensraums für das nun bedrohte Wild. Der Gesetzesentwurf soll nun in den Landtag eingebracht werden. Verabschiedet werden soll das Gesetz Anfang 2022.

Die geplante Jagdbarkeit des Wolfs steht nicht in dem Entwurf. Für die Fraktionen besteht die Möglichkeit, eine Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht im Rahmen der parlamentarischen Beratungen einzubringen. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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