Mann schweigt vor Gericht

25-Jähriger soll im Wahn zwei Menschen erstochen haben

Hannover - Weil er im April zwei Menschen ermordet haben soll, steht ein 25-Jähriger seit Montag vor dem Landgericht Hannover.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der aus Syrien stammende Student im Wahn gehandelt hat und damit schuldunfähig ist. Ein Gutachter bescheinigte ihm eine psychische Krankheit.

Zum Auftakt des sogenannten Sicherungsverfahrens habe sich der Beschuldigte nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte ein Gerichtssprecher. Der 25-Jährige soll am 15. April in Hannovers Südstadt spätabends auf dem Bürgersteig von hinten mindestens 22-mal auf eine Frau eingestochen haben, die gerade auf dem Weg nach Hause war. Das Zufallsopfer trug Kopfhörer und wurde von dem Angriff überrascht.  Die 27-Jährige erlitt schwerste Verletzungen und starb wenig später im Krankenhaus. 

Am nächsten Tag soll der Angeklagte einen 23 Jahre alten Bekannten bei einer Verabredung auf einer Parkbank erstochen haben. Dem Mann wird heimtückischer Mord in zwei Fällen vorgeworfen. Sollte sich bestätigen, dass er im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt hat, wird er in einer Psychiatrie untergebracht, statt eine lebenslange Haftstrafe abzusitzen.

Für das Verfahren sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt. Eine Entscheidung könnte demnach am 8. November fallen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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