Bisher keine heiße Spur

Suche nach Ex-RAF-Terroristen: 120 Hinweise gehen ein

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Die Phantomskizze der Polizei Wolfsburg zeigt einen Mann, der bei einem Überfall auf einen Geldtransporter auf dem Gelände eines Supermarkts im Ortsteil Nordsteimke von Wolfsburg am 28.. Dezember 2015 einen Wachmann außerhalb des Fahrzeugs bedrohte.

Verden - Drei frühere RAF-Terroristen sollen für zwei gescheiterte Überfälle auf Geldtransporter verantwortlich sein. Sie werden gesucht. Doch der Aufruf bei „Aktenzeichen XY“ hat zwar viele Hinweise, aber nicht den entscheidenden Tipp gebracht.

Von den früheren RAF-Terroristen Daniela Klette, Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg gibt es weiterhin keine heiße Spur. Nachdem am Mittwochabend über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ nach der Gruppe gefahndet wurde, gingen bei der Polizei rund 120 Hinweise aus der Bevölkerung ein, sagte Markus Heusler von der Staatsanwaltschaft Verden am Donnerstag. Hinweise lägen zu den mutmaßlichen Raubüberfällen des Trios auf Geldtransporter in Stuhr bei Bremen und in Wolfsburg vor. Eine heiße Spur sei nicht dabei.

Nach den beiden gescheiterten Überfällen im Juni und Ende Dezember 2015 waren DNA-Spuren von Klette (57), Staub (61) und Garweg (47) gefunden worden. In der Live-Sendung am Mittwoch wurde unter anderem ein neues Phantombild gezeigt, das nach Zeugenangaben nach der Wolfsburger Tat erstellt wurde. Bei dem Überfall hatte einer der Täter keine Maske getragen.

Auch die Braunschweiger Staatsanwaltschaft sieht keine Hinweise auf ein terroristisches Motiv für die Überfälle. „Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Tat allein zur Finanzierung des Lebens im Untergrund dienen sollte“, sagte Staatsanwältin Birgit Seel. Dass von dem Trio genutzte Fluchtfahrzeug war einen Tag nach der Tat in einem Waldstück entdeckt worden.

5,77 Millionen Zuschauer für „Aktenzeichen XY... ungelöst“

Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“, die zur Mithilfe bei der Fahndung nach den früheren RAF-Terroristen aufrief, verfolgten 5,77 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil betrug 17,5 Prozent.

Hintergrund

Klette (57), Staub (61) und Garweg (47) stehen im Verdacht, im vergangenen Jahr schwer bewaffnet mindestens zwei Geldtransporter in Wolfsburg und Stuhr bei Bremen überfallen zu haben. Beide Male mussten die Täter ohne Beute flüchten. In der Live-Sendung am Mittwoch wurde unter anderem ein neues Phantombild gezeigt, das nach Zeugenangaben erstellt wurde. Gaebel warnte am Donnerstag Bürger davor, eigenmächtig auf die Gruppe zuzugehen. „Aufgrund der Berichterstattung müssen wir davon ausgehen, dass sich die Täter höchstwahrscheinlich bewaffnet haben.“

dpa

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