Neun Angeklagte in Lüneburg

Geldautomaten-Prozess droht langwierig zu werden

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Lüneburg - Weil sie beim Diebstahl von Geldautomaten 100.000 Euro erbeutet haben sollen, stehen seit Freitag neun Männer vor dem Landgericht Lüneburg.

Zum Prozessauftakt las Staatsanwältin Anna Kaiser die Anklage vor. Darin wird den neun Angeklagten vorgeworfen, sich zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um Geldautomaten zu entwenden.

Die drei Richter und die beiden Schöffen erörterten zwar anschließend gemeinsam mit der Verteidigung, ob sich die Angeklagten vor Gericht zu den Vorwürfen äußern wollen. „Ob die neun Beschuldigten aussagen werden, ist aber noch völlig offen“, sagte eine Sprecher des Gerichts am Freitag. Davon hänge aber im Wesentlichen ab, wie lang sich das Verfahren wirklich zieht. Insgesamt sollen 83 Zeugen gehört werden. Bis Ende Dezember hat das Gericht dafür 19 weitere Verhandlungstermine festgelegt.

Angeklagte als Organisatoren beteiligt?

Die Ermittler gehen davon aus, dass zwei 32 Jahre alte Angeklagte hauptsächlich als Organisatoren fungiert haben und die Bande in wechselnder Besetzung zuschlug. Zwischen November 2016 und Januar 2017 sollen sie dabei in zwei von zehn Fällen erfolgreich gewesen sein und so die 100 000 Euro erbeutet haben. Mit Spanngurten hätte sie versucht, die Geldautomaten aus dem Boden zu reißen, oder die Automaten einfach umgefahren. Insgesamt seien 13 Fahrzeuge gestohlen worden. Bei den Taten soll ein Sachschaden von mehr als 250 000 Euro entstanden sein.

Wann ein Urteil fällt, sei noch völlig offen. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten mehrere Jahre Haft. Acht von Ihnen sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Ein mutmaßlicher Täter soll unabhängig von den anderen noch einen Einbruch in einem Wolfsburger Getränkemarkt begangen haben. Die Verhandlung wird am Freitag, 7. Juli, fortgesetzt.

dpa

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