20.000 Tiere getötet

Geflügelpest bei Legehennen im Emsland

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Nach dem Ausbruch einer hochansteckenden Form der Vogelgrippe im Emsland steht nun der Landkreis Cloppenburg unter Beobachtung.

Hannover/Meppen - Nach dem Ausbruch einer hochansteckenden Form der Vogelgrippe haben die Behörden im Emsland einen Betrieb mit 10.000 Legehennen gesperrt. Die Tiere seien bereits getötet worden, teilte das Landwirtschaftsministerium am Montag in Hannover mit.

Aus Sicherheitsgründen wurden auch weitere 10.000 Tiere in einem Radius von einem Kilometer um den Betrieb tierschutzgerecht getötet.

Dem Betrieb selber war bei Eigenkontrollen der Verdacht auf die Vogelgrippe gekommen, der sich nach Untersuchungen durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) bestätigte. Dem Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems zufolge handelt es sich um den Viren-Subtyp H7N7. Die Geflügelpest ist die hochansteckende Form der Vogelgrippe.

Um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern, errichtete der Landkreis Emsland einen Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und einen Beobachtungsradius von zehn Kilometern um den Betrieb. In diese Gebiete darf Geflügel nicht herein- oder herausgebracht werden. Geflügelbestände in einem Umkreis von einem Kilometer sind ebenfalls getötet worden. Nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises handelte es sich dabei mit 10 000 Tieren aus vier Betrieben um eine deutliche höhere Zahl als ursprünglich vom Ministerium genannt. Zunächst war nur von 60 Tieren aus zwei Tierhaltungen die Rede gewesen.

Laut Landkreis befinden sich im 3-Kilometer-Sperrbezirk 35 Betriebe mit 33 800 Tieren, und in der 10-Kilometer-Beobachtungszone 126 Betriebe mit 2,6 Millionen Stück Geflügel. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich auch in den benachbarten Kreis Cloppenburg im Bereich Löningen.

Im Dezember 2014 war die hochansteckende Vogelgrippe vom Typ H5N8 in den Kreisen Cloppenburg und Emsland ausgebrochen. Im März und im Juni brach in den Kreisen Cuxhaven und Emsland die niedrigpathogene Form der Vogelgrippe vom Typ H7N7 aus.

Das Ministerium rät, engen Kontakt zu infizierten Tieren zu meiden. Menschen könnten sich bei erkrankten und toten Vögel sowie bei Vogelprodukten und Vogelausscheidungen anstecken. Die Krankheit wird in Hausgeflügelbestände meist indirekt über Menschen übertragen, die bereits Träger des Virus sind. Ein Übertragung erfolgt auch über Fahrzeuge und Ausscheidungen. In den Tierbeständen breitet sich das Virus sehr schnell aus. dpa

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