Bremen ruft Stallpflicht aus

Geflügelpest in Niedersachsen: Ministerium ruft Krisenfall aus

Ein Schild mit der Aufschrift „Geflügelpest Sperrbezirk“ und Hühner hinter einem Zaun.
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Geflügelpest-Krisenfall in Niedersachsen: in vielen Landkreisen herrscht Stallpflicht. (kreiszeitung.de-Montage)

Die Situation für Geflügelhalter ist ernst: Nur wenige Monate nach der vergangenen Seuchenkrise erkranken wieder tausende Tiere in Niedersachsen.

Hannover – In Niedersachsen und Bremen wird es mit der Geflügelpest ernst. Angesichts der schnellen Ausbreitung der Tierseuche in Nutztierbeständen hat Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast den Krisenfall festgestellt. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Freitag, 19. November 2021, mit. „Wir nehmen leider eine noch größere Dynamik als 2020 wahr“, sagte die CDU-Politikerin.

Geflügelpest in Niedersachsen auf dem Vormarsch – Ministerin schaltet Tierseuchenzentrum ein

Daher habe sie mit der Feststellung des Tierseuchenfalls für Niedersachsen das Tierseuchenkrisenzentrum in ihrem Ministerium aktiviert. Beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg werde ein Krisenkoordinierungsstab eingerichtet, nachdem beispielsweise in Friesoythe im Landkreis Oldenburg der Ausbruch der Geflügelpest nachgewiesen worden war.

Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts hat laut Ministeriums bislang achtmal Geflügelpest in Nutzviehbeständen in Niedersachsen bestätigt. Bei Wildvögeln wurde die Geflügelpest in 14 Fällen festgestellt. Viele Landkreise haben bereits angeordnet, dass Freilandgeflügel in die Ställe geholt werden muss. Zuletzt wurde laut Laves bei einem Enten- und Hähnchenmastbetrieb im Landkreis Cuxhaven die Geflügelpest festgestellt. Zuvor hatte sich ein weiterer Fall der Geflügelpest in Hoya ereignet, bei dem 10.000 Tiere notgeschlachtet werden mussten.

Vom vergangenen November bis Juni wurde bei der Tierseuchenkasse Niedersachsen ein Schaden aufgrund der Geflügelpest von fast 23 Millionen Euro verzeichnet. Das war der bislang schlimmste Ausbruch dieser Tierseuche in Niedersachsen.

Bremen verhängt wegen der Vogelpest die Stallpflicht für etwa 14.000 Tiere

Wegen der Gefahr durch die Vogelpest verhängt das Land Bremen ab Montag eine Stallpflicht für Geflügel. Betroffen von der Maßnahme seien etwa 750 Halter und Halterinnen im kleinsten Bundesland mit etwa 14.000 Tieren, wie das Verbraucherschutzressort am Freitag mitteilte.

Seit Oktober gebe es verstärkt Meldungen über Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln in Norddeutschland. In Bremens Nachbarländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern habe es vereinzelt auch Ausbrüche in großen oder kleinen Haltungen von Hausgeflügel gegeben. Niedersachsen hat wegen des Vordringens der Tierseuche am Freitag den Krisenfall erklärt. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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