Geflügelpest in Niedersachsen: 30.000 Puten notgeschlachtet

Erneut ist es in Niedersachsen zum Ausbruch der Geflügelpest gekommen. Als Folge mussten 30.000 Tiere notgeschlachtet werden.
Garrel – Die Geflügelpest ist der Albtraum jedes Geflügelzüchters. Immer wieder kommt zu vereinzelten Ausbrüchen in Deutschland, kürzlich etwa im Berliner Zoo. Besonders Norddeutschland ist häufig von Geflügelpest betroffen. Jetzt ist es auf einem Hof in Garrel (Landkreis Cloppenburg) zu einem Ausbruch gekommen. Das Virus wurde im Bestand eines Betriebes mit 22.000 Puten nachgewiesen. Wie die Behörden am Freitag, 23. Dezember 2022, mitteilten, ist der gesamte Bestand tierschutzgerecht getötet worden.
Bereits am Dienstag, 20. Dezember, hatte es im Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) in einem Betrieb einen Ausbruch des für die Tiere hochgefährlichen und hoch ansteckenden Virus gegeben. Insgesamt sind damit in dieser Woche etwa 30.000 Tiere notgeschlachtet worden.
Geflügelpest in Niedersachsen zieht weiträumige Sperrzone nach sich
Das hat Auswirkungen auf ein großflächiges Gebiet: Der Landkreis richtete eine Schutz- und eine Überwachungszone ein. In den Gemeinden Bösel, Cappeln, Emstek, Garrel, Lastrup, Lindern und Molbergen sowie in den Städten Cloppenburg und Friesoythe dürfen leer stehende Ställe von Heiligabend an 30 Tage lang nicht neu mit Tieren besetzt werden. Auswirkungen hat die Geflügelpest zudem auf das Weihnachtsessen, denn auch Weihnachtsgänse sind gelegentlich davon betroffen.
Eine Übertragung der Geflügelpest auf den Menschen ist zwar möglich, jedoch laut Robert Koch-Institut (RKI) sehr schwierig und daher unwahrscheinlich. Sie tritt fast ausschließlich durch den Kontakt mit infizierten Tieren auf, eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur in seltenen Einzelfällen statt. Auch der Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln ist in der Regel unbedenklich, da die Viren beim Zubereitungsprozess abgetötet werden. In Deutschland ist es bislang noch zu keinem Fall der Übertragung auf einen Menschen gekommen.