46 Kilogramm 

Häftlinge sollen Fleisch aus Gefängnis-Küche unterschlagen haben

Celle - Weil sie Fleisch aus der Knast-Küche abgezweigt haben sollen, müssen sich acht Häftlinge des Hochsicherheitsgefängnisses Celle voraussichtlich demnächst vor Gericht verantworten.

"Sie sollen überwiegend Schweinefleisch portioniert, zu Bratwürstchen und Mettenden weiterverarbeitet und in eigenen Gefrierfächern verstaut haben", sagte der Celler Oberstaatsanwalt Lars Janßen. Über den pikanten Fall von Mundraub und die Anklage hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet. Wegen Beihilfe mitangeklagt ist ein Bediensteter des Gefängnisses. Er soll beim Portionieren und Einschweißen der Schnitzel und Würstchen geholfen haben. Insgesamt geht es um knapp 46 Kilogramm Fleisch.

Wie sich genau der Fleisch-Klau und mögliche Handel mit den Würstchen gestaltete, soll dann der Prozess vor dem Amtsgericht Celle klären. Eine interne Sicherheitsüberprüfung in der JVA habe das Verfahren ins Rollen gebracht, sagte Oberstaatsanwalt Janßen. Laut "Bild"-Zeitung brachte das von Häftlingen gestaltete Knast-Magazin "Damokles" die "Schnitzeljagd in der JVA Celle" bereits auf den Titel. Im Falle einer Verurteilung wegen gemeinschaftlicher Unterschlagung drohen den Angeklagten Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

60 Jahre Mercedes 300 SL Roadster

60 Jahre Mercedes 300 SL Roadster

Prinz Harry und Meghan Markle turteln in Toronto

Prinz Harry und Meghan Markle turteln in Toronto

Verden verleiht 59 goldene Ehrenamtskarten

Verden verleiht 59 goldene Ehrenamtskarten

Wenn sich die weißen Gassen leeren: Santorin im Oktober

Wenn sich die weißen Gassen leeren: Santorin im Oktober

Meistgelesene Artikel

Kapitän bei Schiffsunfall an Schleuse Uelzen tödlich verletzt

Kapitän bei Schiffsunfall an Schleuse Uelzen tödlich verletzt

„Watt en Schlick“ mit „Helga!“-Festival-Award ausgezeichnet

„Watt en Schlick“ mit „Helga!“-Festival-Award ausgezeichnet

Stadtbediensteter soll in Hameln 500.000 Euro veruntreut haben

Stadtbediensteter soll in Hameln 500.000 Euro veruntreut haben

Agrarminister Schmidt plädiert für gezielte Wolfsabschüsse

Agrarminister Schmidt plädiert für gezielte Wolfsabschüsse

Kommentare