Gastro-Trend in der Corona-Krise

Wohnmobil-Dinner immer beliebter

Essen im Wohnmobil wird in der Corona-Krise immer beliebter. Davon profitieren Gastronomen und Camper. Es gibt allerdings einiges zu beachten.

Niedersachsen - Dinner im Wohnmobil, dieser Trend findet im Corona-Lockdown immer größeren Anklang bei Gastronomen und Campern. Die Idee, die im Landkreis Diepholz bereits getestet wurde, ist einfach. Die Gäste fahren auf den Parkplatz, das Restaurant liefert das Essen an das Wohnmobil. Mittlerweile setzt sich die Idee in ganz Deutschland durch, eine entsprechende Facebook-Gruppe dafür hat inzwischen fast 50.000 Mitglieder - darunter viele Gastronomen, die ihr Angebot dort präsentieren.

Doch wo liegt der Unterschied zum normalen „to-go“-Betrieb der Gastronomen? Nicht etwa alleine das Wohnmobil ist verantwortlich dafür, dass immer mehr Menschen ihre Bestellung bewusst auf Parkplätzen essen. Vor allem die Art und Weise, wie das Gericht zubereitet ist, findet positiven Anklang bei Campern. Das Essen wird oft nicht auf Papptellern zum Mitnehmen bereitgestellt, sondern vielmehr serviert. Porzellangeschirr, festlich dekorierte Blumen, vielerorts schaffen Gastronomen derzeit eine Atmosphäre wie im Restaurant.

Die schrittweise Öffnung der Campingplätze in Niedersachsen macht Mut.

Dorothea und Hubert sitzen in ihrem Wohnmobil am Esstisch. In Deutschland bieten mittlerweile Hunderte Restaurants sogenannte Wohnmobil-Dinner an.

Besonders Feieranlässe werden von Campern für ein Wohnwagen-Dinner genutzt. Geburtstage und Hochzeitstage sind beliebte Gründe für ein festliches Parkplatz-Essen. Gastronomen sind froh über zusätzliche Einnahmequellen im Corona-Lockdown, die Camper bekommen eine Alternative zum klassischen Restaurant-Besuch. Viele Gastronomen hätten bereits angekündigt, auch nach der Coronakrise ein entsprechendes Wohnmobil-Essen anzubieten.

ADAC warnt Camper vor Ausgangssperren

Trotz der angekündigten Corona-Lockerungen sollten sich Reisende im Auto, Wohnmobil oder Campergespann auch beim Wohnmobil-Dinner an nächtliche Ausgangssperren halten. Dazu rät der ADAC: Zwar dürfen Fahrerinnen und Fahrer eigentlich eine Nacht auf einem Parkplatz oder am Straßenrand im Fahrzeug schlafen, um wieder fahrtüchtig zu werden - als „Notfallausnahme“, so die StVO. Doch in vielen Landkreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz noch über 100. Damit greift die Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr. Ein Wohnwagen-Dinner sei definitiv keine Notfallausnahme.

Ob Übernachtungen im Fahrzeug im Geltungsbereich der nächtlichen Ausgangssperre erlaubt sind, ist nach Angaben des ADAC bisher gerichtlich nicht entschieden worden. Es drohe ein Bußgeld.

Gastronomen wird außerdem empfohlen, mit dem zuständigen Ordnungsamt die Rahmenbedingungen zu klären. *Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Roland Weihrauch

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