Fünf Brücken werden überwacht

Niedersächsische Straßenbehörde schließt Unglück wie in Genua aus

Hannover - Nach dem tödlichen Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua schließt die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ein solches Unglück für das Bundesland aus.

Niedersachsens rund 5000 Brücken sind nach Ansicht der Behörde vor einer Katastrophe wie in Genua geschützt. Vergleichbare Konstruktionen wie bei der eingestürzten Brücke in Italien gebe es zudem nicht, sagte am Mittwoch Harald Freystein, Leiter der Abteilung konstruktiver Ingenieurbau bei der Landesbehörde. Die Brücken würden in regelmäßigen Abständen kontrolliert. „Insofern sind wir überzeugt, dass wir ein Versagen der Brücke, so wie es jetzt in Genua passiert ist, rechtzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen können, um Unglücke wie diese zu vermeiden“, betonte er. 

Am Dienstag war im italienischen Genua eine Autobahnbrücke eingestürzt. Bei der Katastrophe kamen mehr als 40 Menschen ums Leben. 

In Niedersachsen stünden 430 Brücken unter spezieller Beobachtung, sagte Freystein. Bei 300 davon sei die Sonderprüfung bereits abgeschlossen; dabei wurden Beschränkungen wie reduzierte Verkehrsführungen oder auch konstruktive Verstärkungen angeordnet. Viele andere Brücken müssten jedoch ersetzt werden. 

Von einem Sanierungsstau könne man in Niedersachsen aber nicht reden, der Zustand der Brücken gelte als zufriedenstellend. Problematisch sei, dass viele Brücken für den heutigen Schwerlastverkehr nicht ausgelegt seien. Einige wurden noch auf einer Grundlage gebaut, die den Verkehr aus dem Jahre 1953 zugrunde legte. Zudem seien viele Brücken nun mehrere Jahrzehnte alt. „Wir haben jetzt schon Brücken, die an die 80 Jahre herangehen - die meisten sind jetzt so zwischen 40 und 60 Jahre alt“, sagte Freystein.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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