Die verlorenen Feiertage?

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Weihnachten und das neue Jahr 2021 stehen vor der Tür. Doch im Corona-Jahr 2020 scheint alles anders zu sein - und vor allem digitaler.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, das wünschen sich die meisten Menschen von Angesicht zu Angesicht, denn die Weihnachtszeit und Silvester gelten vor allem dem Miteinander. Menschen kehren nach Hause zu ihren Familien zurück, oftmals nach langer Zeit. Große Weihnachtstreffen und ausgiebige Neujahrs-Feiern gehören für viele felsenfest auf die persönliche Agenda, doch in diesem Jahr kommt alles anders. Familientreffen und die Möglichkeit auf ein großes Wiedersehen liegen in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie irgendwo zwischen stark eingeschränkt und gar nicht möglich.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

In diesen Tagen dürfte das Bedürfnis, Gemeinschaft zu erfahren - gerade in Zeiten der Corona-Pandemie - ohnehin schon extrem hoch sein. Also gilt für viele nun, das Beste aus der Situation zu machen. Videochats, Telefonate und soziale Medien bieten den Menschen dabei zu mindestens ein Ventil, das immer häufiger genutzt wird, um mit den Liebsten in Kontakt zu bleiben. In Zeiten von Corona gewinnen diese Medien vor allem im Sinne des Schutzes der Mitmenschen immer mehr an Bedeutung.

Nicht nur das Weihnachtsfest sieht bei dem ein oder anderen in diesem Jahr anders aus, auch die Dekoration ist davon mancherorts betroffen.

Corona lässt grüßen: Weihnachten und das neue Jahr im Videochat

Wer Silvester mit Internetproblemen zu kämpfen hat, verpasst möglicherweise einen Moment, der für die meisten ein Novum sein dürfte. Der gemeinsame Countdown zum neuen Jahr an Silvester mit Freunden und Familie im Videochat. Denn sowohl an Weihnachten als auch am Silvesterabend inklusive Neujahrs-Feier dürften die Menschen in diesem Jahr vor allem digital zueinander finden.

Das, wozu uns Corona in diesem Jahr zwingt, also die nächsten Schritte der Digitalisierung, kann nun an Weihnachten und Silvester Früchte tragen. Wo sonst viele Familien in einem Haushalt zueinander finden würden, werden sich die Menschen dieses Weihnachten und Silvester voraussichtlich auf den Bildschirmen sehen. Skype, Spike, Zoom, Jitsi, FaceTime, Google Hangouts und Co., die Liste der Anbieter ist lang und kaum einer hatte in diesem Jahr keine Berührungspunkte mit den Videochat-Plattformen. Jedenfalls bieten sie eine gute Alternative zu großen Treffen mit räumlicher Nähe.

Zwar lässt sich durch die Bildschirme kein Weihnachtsessen reichen und auch auf das neue Jahr kann - vor allem zum Schutze der Geräte - nicht Glas an Glas angestoßen werden, aber ein kleiner Ersatz für das Miteinander bieten diese Alternativen allemal. So können vor allem Corona-Risikopatienten trotzdem zuhören, was Freunde und Familie zu erzählen haben. Wer am Ende der Feiertage zu tief ins Glas geschaut hat, muss sich zudem keine Sorgen um ein teures Taxi oder eine Fahrgelegenheit machen.

Feiertage im Videochat: Für viele könnte das in diesem Jahr Realität werden.

Gemeinsam Filme gucken an Weihnachten und Silvester

Für viele Menschen bedeutet Weihnachten und das Reinfeiern ins neue Jahr, gute, alte Filmklassiker mit den Liebsten anzusehen. Das Milliarden-schwere Unternehmen Amazon hat dafür eine Alternative. Ohne eine Corona-Regel zu brechen, sind vermutlich dieses Jahr Amazon-Watch-Partys angesagt. Während alle den gleichen Film streamen, kann mit bis zu 100 Freuden gechattet werden. Positiver Nebeneffekt: Keiner futtert einem das Popcorn weg. Nur muss man sich im Vorfeld über den Film einig werden.

Doch auch Karaoke-Singen geht anders, beispielsweise mit der App Smule. Dort kann alleine, zu zweit oder in Gruppen „Last Christmas“ oder „Leise rieselt der Schnee intoniert werden. Die App ist nur eine Woche kostenlos, danach kostet die Vollversion 10,99 Euro pro Woche oder 21,99 Euro pro Monat. Wer sich die App also am ersten Weihnachtstag holen würde, kann bis in das neue Jahr hinein kostenlose und digitale Karaoke-Partys feiern.

Plattdeutsches Weihnachtsfest - Lieder zum Mitsingen

Vom „Hamborger Veermaster“ bis zu „Herr Pastor sin Koh“ - sieben traditionelle plattdeutsche Lieder zum Mitsingen hat das Länderzentrum für Niederdeutsch ins Internet gestellt. Die Lieder seien gedacht zum Hören und Singen für Familien, die in diesem Jahr über die Weihnachtsfeiertage zu Hause bleiben müssen, sagt Christianne Nölting, Leiterin des Zentrums in Bremen. Gerrit Hoss, Sänger der Gruppe „Godewind“, singt die Lieder vor. Wer sich traut, singt dann allein zur Gitarrenbegleitung. Außerdem gibt es zu jedem Lied kleine digitale Spiele wie Memory, Bilderrätsel oder plattdeutsches Vokabelraten.

Weihnachtsgrüße per Messenger

Für diejenigen, die mit all dem gar nichts anfangen können, bieten sich auch Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram an, um Weihnachtsgrüße oder einen „guten Rutsch“ zu wünschen. Das hat sich auch ohne Corona in den vergangenen Jahren immer mehr auf den Handys etabliert. Doch nicht alle Menschen finden dafür die richtigen Worte. Hier ein paar Beispiele für mögliche Grüße zu Weihnachten und Silvester.

Weihnachtsgrüße

  • Ganz anders ist Weihnachten in diesem Jahr. Drum lass ich dir ein paar Grüße da.
  • Selbst aus weiter Ferne strahlen Deine Augen, wie zwei Weihnachtssterne.
  • Corona ist fast wie Weihnachten. Alle sind zu Hause und haben viel zu viel Essen eingekauft.
  • Zu Weihnachten wünsche ich Dir nur Gutes, bleib gesund und frohen Mutes!
  • Ich wünsch mir ein Geschenk, an das ich immer denk. Zum Glück gibt’s ja dich, das ist schon genug für mich. 

Silvester-Sprüche

  • Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.
  • Wisst ihr noch wie wir Anfang 2020 „Frohes Neues Jahr“ gerufen haben? - Wir Vollidioten!
  • Ich bin die kleine Silvestermaus, steh leider nicht vor deinem Haus. Drum schicke ich auf diese Weise meine Silvestergrüße auf die Reise.

Ein Neues oder ein neues Jahr wünschen?

Für alle, die sich unsicher sind: Wünscht man ein „schönes neues Jahr“, „frohes neues Jahr“ oder „gutes neues Jahr“, wird neues Jahr in dieser Wendung stets kleingeschrieben. Im Gegensatz etwa zum Heiligen Abend handelt es sich bei neues Jahr nicht um einen Eigennamen oder um eine namensähnliche Fügung.

Rubriklistenbild: © dpa/Anthony Anex

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