Tochter soll pflegebedürftige Mutter stranguliert haben

Aurich - Nach einem Streit soll eine 63 Jahre alte Frau im Sommer ihre pflegebedürftige Mutter im ostfriesischen Großefehn stranguliert haben. Die Tochter muss sich von Montag an (11.00 Uhr) wegen Totschlags vor dem Schwurgericht des Auricher Landgerichts verantworten.

Sie soll der Anklage zufolge ihre 95 Jahre alte Mutter am 14. Juni zunächst geschlagen, mit einer Strumpfhose als Schlinge gewürgt und mit den Füßen zuerst aus dem Bett gezogen haben. Zum Prozessauftakt sind fünf Zeugen geladen, darunter zwei Polizeibeamte. Ein Rechtsmediziner und ein Psychiater sind als Gutachter geladen.

Beamte hatten bei der Toten erhebliche Verletzungen entdeckt, auch im Gesichtsbereich. Rechtsmediziner stellten massive Gewalteinwirkungen am Hals als Todesursache fest.

Die Tochter hatte in ersten Vernehmungen ausgesagt, sie habe ihre Mutter bei einem Streit geschlagen und dann das Haus verlassen. Nach ihrer Rückkehr habe sie über Notruf die Polizei verständigt. Die Ermittler entdeckten jedoch Widersprüche zwischen den Verletzungsmustern und den Schilderungen der Tochter. Die 63-Jährige zog ihre Aussagen jedoch später wieder zurück.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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