Bewährung für 26-jährigen Cloppenburger

Frau macht Druck: Drogenlager verraten

Cloppenburg - Wegen Beihilfe zum Drogenhandel und Besitzes von Rauschgift in großen Mengen hat das Cloppenburger Amtsgericht einen 26 Jahre alten Mann aus Cloppenburg zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das ist der Preis dafür, dass der Angeklagte Drogendealern geholfen hatte, größere Mengen Rauschgift zu bunkern. Bei den Dealern handelt es sich um zwei 24 und 29 Jahre alte Cloppenburger. Sie sollen groß im Drogengeschäft tätig gewesen sein – so auch im vergangenen Jahr.

Die Dealer sollen im Besitz mehrerer Kilogramm Marihuana gewesen sein. Sie wollten das Rauschgift, das sich in einer Sporttasche befand, aber nicht bei sich zu Hause aufbewahren. Bei einer möglichen Hausdurchsuchung hätte es gefunden werden können. So kamen die Dealer auf die Idee, den jetzigen Angeklagten, der ihr Bekannter ist, zu bitten, das Rauschgift für sie zu lagern. Der Angeklagte war einverstanden. Er stellte die Sporttasche mit den Drogen auf seinen Dachboden.

Und die Tat wäre wohl auch unentdeckt geblieben, hätte die Ehefrau des Angeklagten nicht heftigen Protest gegen die Lagerung eingelegt. In ihrem Haushalt leben auch mehrere gemeinsame Kinder. Die Frau hatte ihren Mann dermaßen unter Druck gesetzt, dass dieser zur Polizei ging und das Versteck der Drogen preisgab. Und weil dann klar war, wer hinter den Drogen steckt, wurden die beiden Cloppenburger Dealer observiert und festgenommen.

An der Sporttasche konnten ihre Fingerabdrücke sichergestellt werden. Zu leugnen gab es nichts mehr. Anfang des Jahres sind die beiden Dealer in einem gesonderten Prozess zu knapp vier Jahren Gefängnis beziehungsweise zu gut drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dem jetzigen Angeklagten kam zugute, dass er der Polizei das Versteck der Drogen verraten hatte.

wz

Rubriklistenbild: © dpa

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